Forschungsschwerpunkte

Begabungs- und Begabtenförderung in der Dualen Ausbildung

Forschungsteam

Ramona Uhl in Kooperation mit Ulrike Kempter (Member oft he General Committe of ECHA international; Vizepräsidentin ECHA Österreich), Gerda Pichler-Promberger

Kurzbeschreibung

Begabung wird als "Potenzial des Menschen zu außergewöhnlicher Leistung" definiert (iPege, ÖZBF). Das Erkennen von Potenzialen ist auch in der Berufsbildung sowohl eine große Herausforderung als auch eine große Chance. Deshalb wurde ein Beobachtungstool entwickelt, dass die Einschätzungen der Begabung, insbesondere der praktischen Intelligenz, im Kontext eines beruflichen Handlungsfeldes ermöglichen soll. Es wird angenommen, dass sich Begabung über verschiedene Kompetenzen zeigt, d.h. über Fähigkeiten, "in Situationen unter Berücksichtigung der personalen Handlungsvoraussetzungen und der äußeren Handlungsbedingungen Ziele zu erreichen und Pläne zu realisieren" (Hof, 2002, S. 85).

Es ist davon auszugehen, dass je nach Berufsfeld jeweils unterschiedliche Kompetenzen relevant sind. Um ein möglichst breites Spektrum an Berufen abzudecken, umfasst das entwickelte Tool verschiedene Kompetenzen zur Einschätzung des Potenzials des Lehrlings. Dabei werden auch Lernpräferenzen (Denkmodalitäten) abgefragt, denn "damit letztere (außergewöhnliche Leistung auch möglich ist, muss sich der Mensch auf einen lebenslangen Lern- und Entwicklungsprozess einlassen" (ÖZBF, FAQ). Was es braucht, um aus dem eigenen Lernpotenzial schöpfen zu können, darüber können einerseits Präferenzen der Denk- und Lernmodalitäten Auskunft geben, andererseits können daraus geeignete methodisch-didaktische Wege der Förderung abgeleitet werden. Ein in der Forschung wie in der Berufswelt dürftig behandelter Aspekt von Potenzialen ist der Wahrnehmungsaspekt. Da jedoch für gewisse Berufssparten eine hohe Sensitivität in manchen Bereichen geradezu eine Grundvoraussetzung für hohe Leistung darstellt, wurde der Faktor Hohe Sensitivität in die Einschätzung der Potenziale mit aufgenommen.

Im Einsatz in der dualen Ausbildung können Akteure der Berufsbildung in Schule und Betrieb einbezogen werden, um die Potenziale von Lehrlingen zu identifizieren und systematisch zu fördern. Das entwickelte Tool wird interdisziplinär und in verschiedenen Berufsfeldern diskutiert, und in Kooperation mit Partnern der Berufsbildungspraxis evaluiert. Ziel ist eine Stärkung der Begabungs- und Begabtenförderung in der dualen Ausbildung.

Projekte

  1. Entwicklung und Implementierung eines Potenzialerfassungsbogens zur Erhebung der praktischen Intelligenz im dualen System
  2. Review zum Stand der Forschung und Praxis der Begabungs- und Begabtenförderung
  3. Erstellen eines Leitfadens zur Erhebung der Begabungen im Beruf Bildhauer*in
  4. Begabungs- und Begabtenförderung in der Ausbildung der Pharmazeutisch-kaufmännischen Ausbildung

Publikationen

  1. Uhl, R. & Kempter, U. (2020) (PH Oberösterreich & ECHA International): Potenziale in der Berufsbildung erkennen, fördern und weiterentwickeln – eine Vision im Spannungsfeld von wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Umsetzung.https://www.bwpat.de/spezial-ph-at1/uhl_kempter_bwpat-ph-at1.pdf
  2. Kempter, U., & Uhl, R. (2017). Begabungs-und Begabtenförderung im dualen System in Österreich. In C. Fischer, C. Fischer-Ontrup, F. Käpnick, F.-J. Mönks, & N. Neuber. Potenzialentwicklung. Begabungsförderung. Bildung der Vielfalt.: Beiträge aus der Begabungsforschung (S. 349-358). Waxmann
  3. Uhl, R., Kempter, U. & Dreer, S.  (Hrsg.). (2013). Begabungs- und Begabtenförderung im dualen Ausbildungssystem. Linz: Trauner ISBN 978-3-99033-253-5

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

  • Netzwerk: Begabungs- und Begabtenförderung im dualen System

Bei Interesse an Kooperationen melden Sie sich bitte per Email: ramona.uhl@ph-ooe.at

 

Berufliche Übergänge von Schule in Ausbildung und Beruf

Forschungsteam

Karin Heinrichs; Michaela Schinko; Beatrix v. Duyvenbode

Kurzbeschreibung

Die erste Berufswahl und der Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf stellen Jugendliche mehrfach vor Entscheidungen und auch vor Herausforderungen. Diese Übergänge sind wichtige Phasen der Orientierung und Entscheidung, die die (dauerhafte) Integration in das Erwerbsleben und die Teilhabe an der Gesellschaft, aber auch die Sicherung der Humanressourcen der Gesellschaft und der Fachkräfte wesentlich bestimmen. In diesem Forschungsschwerpunkt sollen unterschiedliche Bedingungen beruflicher Übergänge insbesondere von solchen Personen näher untersucht werden, die in besonderer Weise der Gefahr der Benachteiligung unterliegen und somit besonderer Unterstützung bedürfen. Wir beschäftigen uns mit Maßnahmen der Berufsorientierung, aber auch mit Fragen des Verbleibs in Beruf und Betrieb nach der Erstausbildung und beruflichen Übergängen über die Lebensspanne. Es werden Problemstellungen und Angebote der Bildungspraxis vor dem Hintergrund von theoretischen Ansätzen und empirischen Befunden diskutiert. Ziel ist es, die Lage und Perspektiven der Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Österreich im Übergang Schule-Beruf durch empirische Studien zu erfassen, besondere Herausforderungen zu identifizieren, gegebenene Maßnahmen zu evaluieren und in Entwicklunsgprojekten zur Verbesserung von deren Chancen beizutragen.

Forschungsprojekte

  1. Identifikation mit Beruf und Betrieb vor, während und nach der Ausbildung
  2. Sozial-emotionale und psychische Problemlagen bei Lehrlingen während der Berufsausbildung Fokus in Österreich - eine Bestandsaufnahme
  3. Betriebspraktika als Maßnahme der Berufsorientierung an Polytechnischen Schulen mit besonderem Fokus auf der Begleitung benachteiligter und beeinträchtigter Jugendlicher

Publikationen

  1. Heinrichs, K., Reinke, H. & Gruber, M. (2020). Betriebspraktika als Maßnahme der Berufsorientierung oder berufsfachlichen Kompetenzentwicklung? Eine Lehrplananalyse zu Zielen und Typen von Praktika im österreichischen Schulsystem, bwp@ Spezial 18: Österreichs Berufsbildung im Fokus der Diversität: Berufspädagogische Forschung an Pädagogischen Hochschulen zu Status quo, Herausforderungen und Implikationen, hrsg. v. Heinrichs, K., Albert, S., Christa, J., Jäger, N. & Uhl, R., Online: www.bwpat.de/spezial-ph-at1/heinrichs_etal_bwpat-ph-at1.pdf (18.11.2020)
  2. Kärner, T., Frim, A., Heinrichs, K. & Reinke, H. (2019). Innere Differenzierung im Unterricht mit jugendlichen Asylsuchenden und Flüchtlingen aus der Sicht von Lehrpersonen. In E. Wittmann, D. Frommberger & U. Weyland (Hrsg.). Jahrbuch der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung 2019 (S. 59-74). Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich.
  3. Reinke, H. & Heinrichs, K. (2019): Lernende mit sozial-emotional schwierigen Ausgangslagen an beruflichen Schulen – Herausforderungen für Lehrkräfte an der Schnittstelle von pädagogischer Diagnostik, Förderung und Beratung. In K. Heinrichs & H. Reinke (Hrsg.). Heterogenität in der beruflichen Bildung. Im Spannungsfeld von Erziehung, Förderung und Fachausbildung (S. 63-77). Reihe Wirtschaft – Beruf - Ethik, Bielefeld: wbv-Verlag.
  4. Heinrichs, K., Reinke, H. & Ziegler, S. (2018). Besondere Problemlagen von Schülerinnen und Schülern in beruflichen Schulen – Entwicklung von Fallvignetten für die evidenzbasierte Lehrerbildung. In: B. Zinn (Hrsg.): Inklusion und Umgang mit Heterogenität in der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung (S. 221-239). Stuttgart: Steiner Verlag.
  5. Reinke, H., Kärner, T. & Heinrichs, K. (2018). Analyse lern- und entwicklungsförderlicher Gestaltungsbedingungen beruflicher Praktika für berufsschulpflichtige Asylsuchende und Flüchtlinge: Befunde einer Tagebuchstudie, Unterrichtswissenschaft, 46(1), 43-60, doi: 10.1007/s42010-017-0008-2
  6. Kärner, T., Feldmann, A., Heinrichs, K., Neubauer, J. & Sembill, D. (2017). Flüchtlingsbeschulung an beruflichen Schulen aus der Perspektive von Lehrenden und Lernenden – Eine qualitative Analyse zu Belastungen und Bewältigungsstrategien des Migrationsprozesses und des Spracherwerbs. In Niedermair, G. (Hrsg.). Benachteiligtenförderung. Theoretische Einsichten, empirische Befunde und aktuelle Maßnahmen, Schriftenreihe für Berufs- und Betriebspädagogik (S. 293-311), Band 10
  7. Heinrichs, K., Kärner, T., Ziegler, S., Feldmann, A., Reinke, H. & Neubauer, J. (2016). Die Implementierung neuer Konzepte zur Beschulung von Flüchtlingen und Asylsuchenden - Herausforderung und Chancen aus organisationstheoretischer Perspektive, Gruppe. Interaktion. Organisation,47 (3), 231-241. doi:10.1007/s11612-016-0329-3

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

Bei Interesse an Kooperationen melden Sie sich bitte per Email bei Karin Heinrichs (karin.heinrichs@ph-ooe.at).

Konnektivität in der Dualen Ausbildung

Forschungsteam

Oskar Redhammer, Johanna Pichler, Christian Flotzinger

Kurzbeschreibung

Die duale Ausbildung liefert in Österreich seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräfteausstattung. Trotzdem gibt es Raum für Verbesserungen. So zeigt sich für die Kooperationstätigkeit zwischen den beiden Lernorten Berufsschule und Betrieb, insbesondere auf der Mikroebene, Handlungsbedarf. Lernortkooperation im dualen System, also die Verbindung zwischen der schulischen und betrieblichen Welt, wird in der Fachliteratur mit dem Begriff Konnektivität umschrieben. Das Ziel besteht darin, konnektive Lernanlässe zu schaffen, um die gelernten Inhalte an beiden Lernorten besser zu verknüpfen. Folgende Forschungsfragen bilden die Grundlage für die Forschungstätigkeiten:

  • Wie und unter welchen Voraussetzungen sind konnektive Lernanlässe realisierbar?
  • Welchen Beitrag können konnektive Lernanlässe zur Verbesserung der Kooperation der Lernorte Berufsschule und Betrieb leisten?
  • Welche methodisch-didaktischen Elemente können basierend auf theoretischen und empirischen Befunden für den Entwurf eines konnektiven Lernjournals zur Verbesserung der Konnektivität im dualen System abgeleitet werden?
  • Wie können konnektive Lernjournale für die duale Ausbildung konzipiert und eingesetzt werden?

Publikationen:

  1. Flotzinger, C. W. & Rechberger J. (2019). Kooperative Lernerlässe zur Verbesserung der Konnektivität im dualen System, In: Beiträge zur 6. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK). Bielefeld: wbv Publikation.
  2. Flotzinger, C. W. & Pichler J. (2020). Das duale System als Spannungsfeld. Zwischen systemischer Qualität und institutioneller Autonomie In: Rainbacher P., Oberneder J., Wesenauer A. (Hrsg.). Warum Komplexität nützlich ist. Springer. Wiesbaden. S.151-169.

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

Bei Interesse an Kooperationen melden Sie sich bitte per Email: johanna2.pichler@ph-ooe.at

Lehrerbildungsforschung und Qualitätsentwicklung in den Studien der Berufspädagogik

Forschungsteam

Nora Cechovsky; Johanna Pichler

Kurzbeschreibung

Die Professionalisierung von Lehrkräften im Bereich der Berufspädagogik in Österreich ist ein bisher wenig beforschtes Feld. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung bedingt eine kontinuierliche wissenschaftlich begleitete Evaluation und Weiterentwicklung. U.a. hier setzen die in den Studiengängen am Institut für Berufspädagogik der PHOÖ durchgeführten Forschungsprojekte an.

Forschungsprojekte

  1. Unterrichten als Ermutigen oder als Kontrollieren? Lehr-lerntheoretische Überzeugungen von (angehenden) Lehrkräften in der Berufsbildung
  2. Begleitforschung zu den Studien mit Fernlehreanteilen im Bereich Berufspädagogik
  3. Partizipative Qualitätsentwicklung in den Studien der Berufspädagogik

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

Bei Interesse an Kooperationen melden Sie sich bitte per Email bei Nora Cechovsky (Nora.Cechovsky@ph-ooe.at).

Ökonomische Bildung, Finanzbildung, Steuerbildung

Forschungsteam

Nora Cechovsky

Kurzbeschreibung

Steuerbildung und Finanzbildung als Teil einer umfassenden ökonomischen Bildung tragen zur Entwicklung von mündigen Wirtschaftsbürgern und -bürgerinnen bei. Im Rahmen dieses Forschungsfeldes ist es wichtig einen Überblick über Begriffe und theoretische Konstrukte zu schaffen. Außerdem werden im Rahmen empirischer Studien Einflussfaktoren auf die ökonomische Bildung identifiziert und überprüft. Die Analyse des Wissens und der Fehlannahmen im Bereich Wirtschaft trägt u.a. dazu bei den Wirtschaftsunterricht weiterzuentwickeln.

Forschungsprojekt

  • Tax knowledge of Austrian Student: Im Rahmen dieses Projektes wurden Schülerinnen und Schüler von Handelsakademien in Österreich u.a. zu ihrem Steuerwissen, ihren Einstellungen und ihren Verhaltensintentionen in Bezug auf Steuerehrlichkeit befragt. Mit Hilfe eines Mixed-Methods Designs wurden Interviews und eine Fragebogenerhebung durchgeführt.

Publikationen

  1. Greimel-Fuhrmann, B., Cechovsky, N. & Riess, J. (2021). Finanzbildung – „Life Skill“ zur Erschließung der Welt? Pädagogische Rundschau. 75,1, 47-58
  2. Cechovsky, N. (2020). Tax Literacy of Austrian Students. A Mixed Methods Study of Tax Knowledge and Tax Compliance among Students from Business Colleges. In: Forschungsreihe des Instituts für Wirtschaftspädagogik der Wirtschaftsuniversität Wien, Hrsg. Bettina Fuhrmann, Richard Fortmüller. Wien: facultas.
  3. Cechovsky, N. & Steininger, R. (2020). Steuerbildung als ein Teil der ökonomischen Bildung. Theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Steuerehrlichkeit. Zeitschrift für ökonomische Bildung (19/20), 1-19.
  4. Cechovsky, N. (2020). Vocational Business Students’ Conceptions and Misconceptions of Taxes as an Input for Instruction and Curriculum Development. International Journal for Research in Vocational Education and Training (IJRVET), 7 (2), 126-147.Cechovsky, N. (2018). Students’ fiscal literacy: An explorative study of their understanding of the tax system. Empirische Pädagogik, 32 (3/4), 460-479.
  5. Cechovsky, N. & Steininger, R. (2018). Steuerwissen als ein zentraler Bereich von Tax Literacy: Zwei empirische Studien bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und bei Schüler/inne/n der Handelsakademie. Bwp@ Spezial AT-1: Wirtschaftspädagogische Forschung und Impulse für die Wirtschaftsdidaktik – Beiträge zum 12. Österreichischen Wirtschaftspädagogik­kongress, 1-21.
  6. Cechovsky, N. (2018). The importance of tax knowledge for tax compliance: A study on the tax literacy of vocational business students. In: C. Nägele & B. Stalder (Eds.), Trends in vocational education and training research. Proceedings of the European Conference on Educational Research (ECER), Vocational Education and Training Network (VETNET) (pp. 113-123). Doi: https://doi.org/10.5281/zenodo.1319718
  7. Steininger, R. & Cechovsky, N. (2018). Öffentliche Güter und Steuerehrlichkeit: Die Veranschaulichung der Free-Rider Problematik bei Finanzierung öffentlicher Güter anhand eines Public-Goods-Games. WissenPlus-Newsletter Betriebswirtschaft, Ausgabe 2/2018.

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

Bei Interesse an Kooperationen melden Sie sich bitte per Email bei Nora Cechovsky (nora.cechovsky@ph-ooe.at).

Werte- und Moralerziehung in der Berufsbildung

Forschungsteam

Karin Heinrichs; Beatrix v. Duyvenbodde; Uwe Mutz; Michaela Schinko

Kurzbeschreibung

Moral-, Werte- und Demokratieerziehung sind relevante Themen auch in der Berufsbildung: Berufliches Handeln findet im Rahmen einer Erwerbstätigkeit und damit in ökonomischen Kontexten, häufig auch in Organisationen, statt. Es kann insofern zu moralischen Herausforderung kommen, als es gilt, berufliche Ideal- und Wertevorstellungen unter gegebenen, teils restriktiven Bedingungen zu balancieren, Grenzen der eigenen Handlungsmöglichkeiten und Verantwortung zu setzen sowie in den gegebenen Spielräumen verantwortungsvoll und ethisch angemessen zu handeln. Es gilt zu untersuchen und zu diskutieren, wie wir zukünftige Berufstätige fördern können, ein berufliches Ethos, Ideal- und Sinnkognitionen ihrer Beruflichkeit zu entwickeln, Entscheidungen in moralrelevanten im Situationen zu begründen und in Übereinstimmung mit ihren Urteilen zu handeln. Zudem haben auch die Berufsschulen einen Beitrag zur Demokratie- und Umwelterziehung der Jugendlichen zu leisten. Im Themenschwerpunkt werden zu moralrelevanten Situationen im beruflichen und wirtschaftlichen Kontexten Erkenntnisse der moralpsychologischen Grundlagenforschung ebenso diskutiert wie Konzepte der Moral- und Umwelterziehung in beruflichen Kontexten entwickelt, implementiert und evaluiert.

Forschungsprojekte

  1. VaKE in der Berufsbildung
  2. Ethische Herausforderungen in Kooperationssituationen
  3. Umwelterziehung in beruflichen Schulen – Happy Littering
  4. Lehrkräfteethos und Förderung wertschätzender Beziehungen im Unterricht

Publikationen

  1. Heinrichs, K., Ziegler, S. & Warwas, J. (in Druck). Teacher ethos as intention to implement appreciation in teacher-student relations—A closer look at underlying values and behavioral indicators. In F. Oser, K. Heinrichs, J. Bauer & T. Lovat (Eds.). International Handbook of Teachers‘ Ethos. Strengthening Teachers, Supporting Learners. Dordrecht: Springer
  2. Heinrichs, K., Forster-Heinzer, S., & Holtsch, D. (2021). Analyse und Perspektiven empirischer Forschung zu ökonomisch kompetentem und verantwortungsvollem Handeln. In K. Beck & F. Oser (Hrsg.). Resultate und Probleme der Berufsbildungsforschung: Festschrift für Susanne Weber (S. 141-160). wbv-Verlag: Bielefeld
  3. Siegfried, C. & Heinrichs, K. (2020): Ansätze problembasierten, kooperativen Lernens zur För¬derung ökonomischer und moralischer Kompetenzen – eine Pilotstudie bei angehenden Bank¬kaufleuten. In: bwp@ Profil 6: Berufliches Lehren und Lernen: Grundlagen, Schwerpunkte und Impulse wirt¬schaftspädagogischer Forschung. Digitale Festschrift für Eveline Wuttke zum 60. Geburtstag, hrsg. v. Heinrichs, K./Kögler, K./Siegfried, C., 1-26. Online: www.bwpat.de/profil6_wuttke/siegfried_heinrichs_profil6.pdf (08.09.2020).
  4. Heinrichs, K., Gutzwiller-Helfenfinger, E., Latzko, B., Minnameier, G. & Döring, B. (2020): Happy-Victimizing in adolescence and adulthood – Empirical findings and further perspectives, Frontline Learning Research, 8(5), 5-23, doi: https://doi.org/10.14786/flr.v8i5.385
  5. Heinrichs, K., Kärner, T., & Reinke, H. (2020). An action-theoretical approach to the ‘Happy Victimizer’ Pattern – Exploring the role of moral disengagement strategies on the way to action, Frontline Learning Research, 8(5), 24-46. doi: https://doi.org/10.14786/flr.v8i5.386
  6. Heinrichs, K., Schadt, C. & Weinberger, A. (2019). Moralische Entscheidungen in beruflichen Kontexten – Empirische Befunde und Perspektiven für die berufliche Bildung, BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Heft 4, Themenheft “Werte in der Berufsbildung”, 14-18
  7. Heinrichs, K. & Ziegler, S. (2018). Commitment to develop appreciative relationships in school. Nonviolent communication as an approach to specify a facet of teacher ethos. In A. Weinberger, H. Biedermann, J.-L., Patry & S. Weyringer (Eds.). Professionals Ethos and Education for Responsibility (pp. 137–149) [Series Moral Development and Citizenship Education, Band: 14]. Rotterdam: Sense Publisher
  8. Minnameier, G., Heinrichs, K., Kirschbaum, F. (2016). Sozialkompetenz als Moralkompetenz – Wirklichkeit und Anspruch? Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 112, (4), 636-666 (Maslovaty Paper Award 2017)
  9. Heinrichs, K. & Wuttke, E. (2016). Mangelnde Financial Literacy der Kunden als moralische Herausforderung beim Verkauf von Finanzprodukten? – eine kontextspezifische Analyse im Licht der Happy-Victimizer-Forschung. In G. Minnameier (Hrsg.). Ethik und Beruf – Interdisziplinäre Zugänge (S. 199-214), WBV (ISBN: 978-3-7639-5461-2)
  10. Heinrichs, K., Minnameier, G., Latzko, B. & Gutzwiller-Helfenfinger, E. (2015). „Don’t worry, be happy“? – Das Happy-Victimizer-Phänomen im berufs- und wirtschaftspädagogischen Kontext, Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 111. Band, Heft 1 (2015), 32-55

Wissenschafts-Praxis-Kooperation

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