Ars Docendi 2020: Shortlist-Auszeichnungnen für PH OÖ-Lehrende

Großer Erfolg für PH OÖ-Lehrende bei der diesjährigen Verleihung des Staatspreises für exzellente Lehre, der vom BMBWF ausgelobt wurde:

Regina Altmann erhielt in der Kategorie "Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre" für ihr "Inklusives Kunstprojekt mit beeinträchtigten Menschen" eine Shortlistauszeichnung.

  • Würdigung der Jury:
    "Das prämierte Lehrkonzept wurde für die Ausbildung von Lehrkräften der Primarstufe entwickelt und zählt zu den wichtigen Projekten, die Inklusionspädagogik mit fachlichen Inhalten und Praktiken verbinden. Besonders überzeugend war für die Jury, dass die gesteckten Ziele in Kooperation mit unterschiedlichen Kunstinitiativen außerhalb der Hochschule avisiert werden und dass es den Studierenden in solchen kollaborativen und ästhetisch stets variierten Projekten ermöglicht wird, Erfahrungen im dichten Austausch expressiver und performativer Handlungen mit beeinträchtigen Personen zu machen. Wie die Dokumentationen und die studentischen Feedbacks zu den Projekten eindrücklich zeigen, werden in dieser Kombination Praxis erforschender Lehre und künstlerischer Projektrealisierung tatsächlich Ergebnisse generiert, die einen nachhaltigen Einfluss auf die pädagogischen Kompetenzen der angehenden Kunstlehrkräfte haben dürften. Lässt sich auf dem Papier leicht dekretieren, dass allen Menschen, mit und ohne
    Beeinträchtigung, kreative Potenziale eigen sind, werden hier, weit couragierter, in gemeinsamer künstlerischer Aktivität die Grenzen eines wertenden Zwei-Gruppen Denkens transzendiert und die gemeinsame Arbeit zwischen den Studierenden und den beeinträchtigten Menschen auf Augenhöhe in den Vordergrund gerückt. ​​​​​​"
    (Univ.-Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart, Humboldt-Universität zu Berlin)

Regina Steiner, Eva Prammer-Semmler, Christina Spaller, Michael Rieseneder, Jakob Feyerer, Regina Gebetsroithner, Christine Kladnik, Karl Wegenschimmel, Karin Busch, Catherine Carré-Karlinger und Thomas Mohrs erhielten in der Kategorie "Kooperative Lehr- und Arbeitsformen" für ihr Projekt "Finales Modul der bildungswissenschaftlichen Grundlagen mit erweitertem Praktikum" ebenfalls eine Shortlist-Auszeichnung.

  • Würdigung der Jury: 
    "Wohlverdient steht dieses Projekt, das von Mag.a Dr.in Regina Steiner und Kolleg/innen realisiert wird und an Komplexität seines Gleichen sucht, auf der Short List der hervorstechenden Projekte des Ars Docendi-Preises im Bereich „Kooperative Lehr- und Arbeitsformen“. Das in Kooperation geplante und durchgeführte Modul erstreckt sich über zwei Semester, verbindet die Auseinandersetzung mit vertiefenden Studieninhalten und ermöglicht dabei eine interessengeleitete Schwerpunktsetzung der Studierenden sowie die Verknüpfung mit der Praxis im Rahmen eines integrierten Praktikums. Die Besonderheit liegt hier in der didaktischen Gestaltung der dazugehörigen Lehrveranstaltungen, die sich durch kollaborativ geplante und durchgeführte Elemente, eine flexible thematische Ausrichtung je nach Durchgang sowie die regelmäßige Reflexion unter den Lehrenden auszeichnet. Es ist beachtlich und sicher nicht alltäglich, inwiefern die hier beteiligten elf Lehrenden miteinander in Abstimmung gehen und ihre Perspektiven sowie ihr Engagement bündeln, um den Charakter des Moduls zu sichern. Dass das Modul inzwischen zum dritten Mal in dieser Konstellation realisiert wurde, spricht für den Erfolg des Konzeptes und verdeutlicht seinen Wert für die beteiligten Studierenden und Lehrenden. Projekte wie dieses verdeutlichen darüber hinaus, welchen Mehrwert ein stabiles und miteinander vertrautes Kollegium haben kann. Schließlich – und in erster Linie – wird hier jedoch sichtbar, dass die Ausrichtung eines finalen Moduls an Themen der späteren Berufspraxis nicht nur für die Studierenden eine Bereicherung ist, sondern auch für die beteiligten Lehrenden. Es ermöglicht und fördert den Kontakt zwischen der Expertise von Fachlehrenden einerseits und Praxispartner*innen andererseits und trägt so zur Qualität der Ausbildung zukünftiger Absolvent*innen bei. Ohne Zweifel kann das hier entwickelte Konzept als Leuchtturmprojekt bezeichnet werden." (Dr.in Angelika Thielsch, Georg-August-Universität Göttingen)

Insgesamt wurden in fünf Kategorien 155 Projekte von Lehrenden österreichischer Universitäten, Fachhochschulen, Privathochschulen und Pädagogischen Hochschulen eingereicht. Jeweils drei Projekte wurden in die Shortlists aufgenommen, aus denen letztendlich die Ars Docendi-Preisträger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung gekürt wurden. 

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