Workshops 06.09.2018 (13:00-15:00)

Verstärkt politisch - Politische Bildung durch Peer Education (Sapere Aude, AK NÖ)

Im Rahmen der Workshops werden unterschiedliche didaktische Zugänge zu Politischer Bildung durch die Methode der Peer-Education aufgezeigt. Im Zentrum steht die Vorstellung des Peer-Projekts "verstärkt politisch", welches ebendiesen Ansatz verfolgt und in den Jahren 2016-2018 in Kooperation mit der Arbeiterkammer Niederösterreich und SchülerInnen der BHAK/BHASCH St. Pölten und HTL St. Pölten verwirklicht wurde.

Im Zuge der Veranstaltung werden praxistaugliche Methoden aus dem Projekt vorgestellt und Erfahrungen weitergegeben. Alle TeilnehmerInnen erhalten zudem ein kostenfreies Tool-Kit, welches Methoden für Politische Bildung enthält.

 

Workshopleiter/innen:

 

Mag.a iur Andrea Schwinner, BA: Juristin, Trainerin und Lektorin an der Johannes Kepler Universität Linz

 

 

 

Mag. Patrick Danter: Vereinsleitung bei Sapere Aude, Politikwissenschaftler, Trainer und Lektor an der Johannes Kepler Universität Linz

 

 Beide Referenten/-innen arbeiten bei Sapere Aude, einem (partei-)unabhängigen Verein, der seit dem Jahr 2009 Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Bereich Politischer Bildung betreibt

 

 

Günter Kastner, BA: Leiter des Referats Schule, Hochschule in der Arbeiterkammer Niederösterreich

 

 

We make Games (Team Icarus)

We Make Games
Sechs SchülerInnen haben in den vergangenen Monaten ein digital Education Game entwickelt und sind damit auf unglaublichen Anklang gestoßen, sind doch alle sechs eigentlich gar keine Gamer und Gamedeveloper. Icarus_thegame ist aus der Intention entstanden, die Problematik der Kommunikation über soziale Netzwerke und deren Einfluss auf unsere Entscheidungsfindung zu behandeln.
Im Workshop We Make Games wollen die sechs SchülerInnen der Graphischen (Wien 14) den Pädagogen und Pädagoginnen das Wesen der verrufenen „Computerspiele“ etwas näher bringen.
Und auch außerhalb des digitalen Sektors stellen wir uns die Frage: Was ist eigentlich ein Spiel und was macht ein Spiel spannend? Wofür sogenannte „Serious Games“ eingesetzt werden können und was für unentdecktes Potential darin steckt wollen wir mit den LehrerInnen im Workshop We Make Games gemeinsam erarbeiten.
 
Inhalt:
•     Begrüßung und Einführung in die breitgefächerte Welt der „Games“
•     Vorstellung des digital Education Games Icarus_thegame
•     Gemeinsames erarbeiten des Wesens eines erfolgreichen Spiels
•     5-minute Game Challenge
•     Nachbesprechung der 5-minute Games
•     Einblick in die Möglichkeiten von serious Games, speziell im Bildungssektor
 
Je nach verfügbarem Zeitrahmen besteht auch noch die Möglichkeit, Experten und Expertinnen zu unserem Workshop einzuladen, um Inputs eines professionell-spielerischen Entwicklers zu bekommen.

Peer Education in der Politischen Bildung (Jakob Feyerer)

Ziele:
Dieser Workshop beschäftigt sich mit Vor- und Nachteilen von Peer Education in der Politischen Bildung und bietet die Möglichkeit, Aktivitäten für den Unterricht auszuprobieren

Inhalt:
Erfolgreiche Politische Bildung braucht eigenes Erfahren durch Erproben, Erleben und Gestalten. Ein vielversprechender Ansatz, aktive Beteiligung zu ermöglichen, ist Peer Education – die niederschwellige Vermittlung ausgewählter Inhalte durch Gleichaltrige.

Im ersten Teil dieses Workshops werden Rahmenbedingungen für gelingende Partizipation sowie Chancen und Tücken von Peer Education thematisiert, im zweiten Teil konkrete Unterrichtsmethoden erprobt und reflektiert.

 

Workshopleiter:

 

Dr. Jakob Feyerer ist Lehrender an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich

Am besten bin ich Wir – Peer Learning als Schlüssel zu neuer Lernkultur? (Thomas Mohrs, Ingrid Rathner)

Am besten bin ich wir – peer learning als Schlüssel zu neuer Lernkultur?

Kooperation ist aus der Sicht der evolutionären Anthropologie einer der wesentlichen Schlüssel für den Überlebenserfolg unserer Spezies. Dies gilt aus evolutionärer Sicht insbesondere für Pubertierende, die in dieser Lebensphase (eigentlich) darauf „programmiert“ sind, sich in der Gruppe der peers - frech, mutig und fordernd - zu bewähren, gemeinsam mit ihnen Aufgaben zu lösen, Herausforderungen zu bewältigen, Gefahren abzuwehren, Neues zu entdecken, zu entwickeln usw. – was nicht zuletzt auch viel mit „Fehlerkultur“ zu tun hat.

Lerntheoretisch ist die stärkere Orientierung an den peers dadurch begründet, dass jugendliche „Lehr“personen einen größeren Lehrerfolg erzielen können, da es Jugendlichen häufig leichter fällt, Inhalte und neue Ideen von peers anzunehmen, zumal so eine wesentlich stärkere Orientierung an ihrer eigenen Lebenswelt möglich ist. Im Kontext unseres Schul- und Bildungssystems definiert sich der „Lehrer“ im Kontext des peer learnings daher weniger als leitender oder lenkender „Instruktor“, sondern eher als Lernbegleiter, was zwischen Lehrenden und Lernenden ein gleichgewichtetes Verhältnis herstellen soll und so die für Peer-Interaktion elementare Gleichrangigkeit ermöglicht.

Im Workshop werden grundsätzliche anthropologische Thesen zur Diskussion gestellt und gemeinsam überlegen wir, welche Konsequenzen aus der Erkenntnis „Am besten bin ich wir“ für die Schule und das Bildungssystem folgen könnten/sollten/müssten.


Workshopleiter:



Prof. Dr. Thomas Mohrs ist habilitierter Philosoph und Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, Arbeitsschwerpunkte sind
(angewandte) „Ethik“, „Politische Bildung“ und „Globales Lernen“. Zudem ist er ÖKOLOG-Beauftragter der Hochschule, Leiter des Zentrums für Persönlichkeitsbildung und Begabungsförderung und Koordinator des
„Philosophikums".

 

 

 


Mag. Ingrid Rathner unterrichtet an einem Linzer Bundesrealgymnasium und ist an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich im Zentrum für Persönlichkeitsbildung und Begabungsförderung beschäftigt. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin befasst sie sich mit alternativen Lehr- und Lernformen, mit reformpädagogischen Unterrichts- und Schulmodellen sowie mit der Frage, wie Schule und Lernen gelingen kann.

Peer Education: Vermittlung auf Augenhöhe

Seit vielen Jahren bietet SOS-Menschenrechte in unterschiedlichen Settings Peer-Education an:

  • Interkulturelle-Peers im Setting Schule für 13-14 und 16-17 Jährige
  • Gleichbehandlungs-Peers im Setting Betrieb für 17-25 jährige Lehrlinge
  • Werte-Peers im Setting Lehrkörper im Rahmen von Schulhauskultur-Entwicklungsprogrammen 

In diesem Workshop geben wir Einblick in grundlegende Überlegungen zu Konzepten, Aufbau und der Umsetzung von Peer-Educations-Projekten. Darüber hinaus besprechen wir Methoden, die sich in der Peer-Education der unterschiedlichen Zielgruppen bewährt haben. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen zu MultiplikatorInnen zu machen. Dazu machen wir einerseits unsere Themen mit Methoden der Selbst- und Fremdreflexion, bzw. der Selbsterfahrung erfahrbar. Andererseits geht es um die Selbstermächtigung der TeilnehmerInnen: zu wissen, wie das Erfahrene auf Augenhöhe weitergegeben werden kann.

Die Workshopunterlagen beinhalten Konzepte zu Peer-Education, sowie die dazugehörigen Übungsunterlagen.

Workshopleiter/innen:

Mag. Reinhard Leonhardsberger, M.A., SOS-Menschenrechte Stand up! Projektkoordinator und Trainer;
2001-2007 Studium der Sozialwirtschaft und 2009-2011 der Politischen Bildung an der JKU Linz;
2006 Ausbildung zum Alphabetisierungs- und Grundbildungstrainer und -berater;
2011-2012 Ausbildung zum Mediator am MIT;
seit 2002 Trainer im Bereich Politische Bildung, Hauptschulabschluss, Lehrabschluss, ECDL und Alphabetisierung.
Freiberuflich: Entwicklung pädagogischer Materialien im Bereich politischer Bildung

Katja Kloimstein, M.A., SOS-Menschenrechte Stand up! Trainerin
2009-2012 Bachelorstudium der Sozialen Arbeit, FH OÖ/Linz;
2012-2015 Masterstudium der Sozialen Arbeit, FH OÖ/Linz mit Schwerpunkt "Interkulturelle Kompetenz"; Studienaufenthalt in Tanzania;
seit 2012 ehrenamtliche Bewährungshelferin; seit 2014 ehrenamtliches Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins KAMA Linz (Kurse von Asylsuchenden, MigrantInnen & Asylberechtigten); seit 2015 Begleitung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen;
seit 2015 Trainerin im Projekt "Stand Up - Menschenrechte in der Praxis"

„INTERNET: Digitales Lernen, Medienkompetenz & sichere Partizipation“ (netidee.at Projekte)“

netidee  (www.netidee.at) ist die größte Open Source Internet-Förderaktion Österreichs. Organisiert und finanziert wird diese Förderaktion von der Internet Privatstiftung Austria (IPA) im Sinne ihres gemeinnützigen Stiftungszwecks Förderung des Internets in Österreich.  netidee steht für Offenheit, Transparenz und Sharing. Die Ergebnisse aller geförderten Projekte stehen für die Öffentlichkeit zur Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung („Open Source Prinzip“). netidee fördert Projekte und Aktivitäten von natürlichen und juristischen Personen, die wirksame Impulse für die Weiterentwicklung des Internets zur Unterstützung einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung setzen.

Im Workshop werden konkrete Projekte zum Thema Schule präsentiert:

  • Augmented Reality in School> prj2052
    (
    DI Gerhilde Meissl-Egghart, DI Klaus Hammermüller)
    Gedruckte Schulbücher sind nach wie vor das dominierende Unterrichtsmittel. Selbst brandneu sind sie inhaltlich aber bereits mehrere Jahre alt - samt eingedruckten Internet-Links. "AugmentedReality Apps" können über die Kamera des Smartphones aktuelle Inhalte einblenden. Die meisten dieser Apps sind aber kostenpflichtig bzw. nicht für den Unterricht konzeptioniert. Das Open-Source Projekt “school:AR” bietet Lehrer*innen eine digitale, kostenlose ad-hoc Erweiterungsmöglichkeit für Schulbücher. Damit können eigene Materialien oder Open
    Educational Ressources online eingebunden und interaktiv von Schülerinnen verwendet werden.
    Das System ist auch für Schulbuchverlage kommerziell nutzbar.
  • SeXtalks 2.0 – das sind ... >prj1330
    (Mag.a Elke Prochazka)
    Ein Präventionsprojekt im Zusammenhang von Sexualität und digitalen Medien: www.sextalks.at
    - kostenfreie Workshops zum Thema Sexualität & digitale Medien für Jugendliche
    - kostenfreie Workshops zum Thema Sexualität & digitale Medien für MultiplikatorInnen
    - Chat Beratungen für Jugendliche, Eltern,Lehrende & MultiplikatorInnen
    Jugendliche und MultiplikatorInnen lernen das Internet als Quelle von Informationen zu Liebe und
    Sexualität in sicherer Art und Weise zu nützen bzw. Risiken zu minimieren.
  • SICHERSOCIAL> prj1351
    (
    Dr. Peter Leitner)
    Lern-, Lehr- und Arbeitsmaterialien für junge Menschen, LehrerInnen und Eltern zur Steigerung der Sicherheit in den Sozialen Netzwerken. Mit zunehmender Zahl an Nutzer/innen von Facebook, Twitter und Co steigt auch die Kriminalität in den sozialen Medien rasant an. Der Mangel an Wissen über Probleme und Risiken im Umgang mit Sozialen Medien gefährdet speziell jüngere User/innen. Ziel des Projekts ist daher die Aufklärung über die unterschiedlichen Risiken, Probleme und Gefahren im Zusammenhang mit Sozialen Medien. Daher wurden verschiedene Lehr-, Lern- und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema entwickelt, die verschiedene Facetten von Risiken und Kriminalität in Sozialen Medien anhand von Fallbeispielen anschaulich darstellen. Sie zielen darauf ab, Wissen für Lehrer/innen, Eltern und Erziehende bereitzustellen und jugendliche Nutzer/innen zu sensibilisieren. Alle Materialien sind downloadbar unter www.sichersocial.com und wurden unter der Lizenz CC BY-SA veröffentlicht.
  • Hoaxly – Falschmeldungen im Internet > Prj2035
    (
    Christian Ziegler)
    Technologien und Tools können bei der Vermittlung von Medienkompetenz eine wertvolle Rolle spielen. hoax.ly hat sich zum Ziel gesetzt, derartige Technologien unter einer offenen Lizenz bereitzustellen, im besonderen rund um das Thema Falschmeldungen und Missinformation.
    Leider teilen viele Informationen im Internet ungeprüft bzw. ist es oft nicht leicht, Falschmeldungen wirklich zu erkennen. Auf der anderen Seite gibt es viele Plattformen, die journalistisch gute Arbeit leisten und Richtigstellungen publizieren. Doch diese Factchecks erhalten selten die Reichweite, die sie verdienen. hoax.ly will diese Factchecks einer größeren Zielgruppe zugänglich machen, das Bewusstsein für verantwortungsvolles Teilen und Verbreiten von Inhalten schärfen und zu Eigeninitiative anregen, also Inhalte kritisch zu beurteilen bis hin zum Publizieren von eigenen Richtigstellungen.
    Hierfür wurde eine Vielzahl von Tools erstellt, u.a. ein zentraler und umfassender Factcheck-Index, eine Browser-Erweiterung zur kontextuellen Verlinkung von Richtigstellungen und Chatbots für die gängigen Plattformen.
  •  Open Sheet Music Display - Encore > Prj2086
    (Thomas Buchstätter)
    E-Learning und die digitale Revolution sind auch im Musikbereich mehr und mehr im Kommen. Viele Notenblätter sind bereits digitalisiert im Format musicXML verfügbar. Viele Notensatzprogramme und andere Tools unterstützen bereits diesen neuen Dateistandard für die Notendarstellung. Es existiert jedoch noch keine brauchbare frei verfügbare musicXML Notendarstellung für Webbrowser. Dies ist jedoch die Voraussetzung, um im Bereich der Musiknoten Innovationen und Tools einfach entwickeln zu können sowie auch Notenblätter für jedermann zugänglich zu machen.
    Hier setzt OpenSheetMusicDisplay (OSMD), die erste freie (open source) Notendarstellung in Typescript (Javascript) für Webbrowser, an. OSMD bietet einen musicXML (.xml, .mxl) Import und interaktive Darstellungsoptionen (Zoom, Instrumente ein/ausblenden) für die Notenanzeige. OSMD richtet sich primär an App-Entwickler, E-Learning Websites, Forschungsprojekte und Online-Noten-Shops.
  • make-IT-safe 2.0 > Prj1857 
    (Alexander GLowatschnig, glowatschnig@ecpat.at)
    Digitale Medien sind für Jugendliche ein wichtiger Bestandteil ihrer sozialen Kommunikation. Ihre Nutzung kann aber auch mit Risiken einher gehen. Die Peer-Gruppe hat hier eine wichtige Vorbildfunktion! Dieses Potenzial nutzt make-IT-safe 2.0: Jugendliche lernen, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen und geben dieses Wissen dann (P2P) weiter. Und weil bei uns die Jugendlichen die ExpertInnen sind, entwickeln sie auch ihre Methoden und Materialien selbst – in Form einer Toolbox, die dann alle nutzen können!

Workshopleiter:
DI Ernst Langmantel (netidee), Studium der Nachrichtentechnik an der TU Wien, ab  1983 in der SW-Entwicklung von Siemens Wien im Bereich Telekommunikation. Mit Beginn der EU-weiten Deregulierung  öffentlicher Telefonnetze 1998 wechselte Langmantel als Leiter der technischen Abteilung zur österreichischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation (später auch für Rundfunk RTR). In dieser Funktion arbeitete er in einem spannenden interdisziplinären Umfeld aus Technik, Wirtschaft und Recht und war in dieser Zeit auch Hauptverantwortlicher für das österreichische Telefonnummernsystem. Die Suche nach neuen Herausforderungen führte 2011 in die Selbstständigkeit als Unternehmensberater im Bereich Kommunikationstechnik mit Projekten bis in den Nahen Osten. Seit Beginn 2013 ist er Vorstandsvorsitzender der Internet Privatstiftung Austria (IPA) und dort unter anderem für das netidee-Förderprogramm verantwortlich.


Kooperationspartner:

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