Lehramt Primarstufe

Der Studiengang bietet eine umfassende wissenschaftsorientierte und praxisnahe Ausbildung für alle Unterrichtsbereiche der Volksschule. Die Studien basieren auf den regulären Studienplänen und entsprechen den Bologna-Kriterien. Der Abschluss ist in allen europäischen Ländern anerkannt. Er befähigt zum Unterricht an Volksschulen und bei Absolvierung des Schwerpunkts "Inklusive Pädagogik" auch an Sonderschulen.

Als einzige Pädagogische Hochschule Österreichs bieten wir neben dem Tagesformstudium auch ein Studium für Berufstätige an.

Aufbau des Studiums

  • Bachelor 8 Semester (240 EC) - Bachelor of Education (BEd.) 
  • Master 2 Semester (60 EC) - Master of Education (MEd.) 
    Curriculum des Bachelor- und Masterstudiums

Voraussetzung:

  • Nachweis der allgemeinen Hochschulreife oder die Studienberechtigungsprüfung für den jeweiligen Studiengang
  • Positiver Abschluss des Aufnahmeverfahrens

Kosten:
ÖH-Beitrag pro Semester, ansonsten fallen für das Studium keine Kosten an.

Individuelle Schwerpunktsetzung ab dem 5. Semester:
Sie wählen im 3. Semester entweder einen großen Schwerpunkt oder zwei kleine Schwerpunkte, den bzw. die Sie ab dem 5. Semester studieren. 
Große Schwerpunkte wie Elementarpädagogik, Inklusive Pädagogik, sprachliche Bildung, mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Bildung, sozial- und kulturwissenschaftliche Bildung.
Kleine Schwerpunkte wie Freizeitpädagogik, Sozialpädagogik, künstlerische Bildung, musikalische Bildung, Bewegung und Sport, Ernährung und Gesundheit, Medienpädagogik, Theaterpädagogik.

Pädagogisch Praktische Studien (Unterichtspraxis an Schulen):
Diese sind in der Primarstufe integraler Bestandteil aller Studienbereiche. Der Einstieg findet bereits in der STEOP des 1. Semesters statt. 

Worauf wir besonders Wert legen

  • Die individuelle Beratung der Studierenden ist uns ein besonderes Anliegen.
  • Persönlichkeitsentwicklung: Die Entwicklung einer professionellen Lehrer und Lehrerinnen-Persönlichkeit wird gefördert und durch viele Veranstaltungsangebote unterstützt. (z. B. Tage der Persönlichkeit, Praktika im schulischen und außerschulischen Kontexten).
  • Inklusion (Lernen in der Vielfalt): Erfahrungen von Differenzen stellen einen wichtigen Lernraum an der Hochschule und an den Schulen selbst dar. Unterschiede wahrzunehmen (z. B. Gender, Religion, Kultur ...), diese zu reflektieren und als Lernchance zu nutzen, stellen eine wichtige Herausforderung einer globalen Gesellschaft dar, die sich an der PH OÖ und an den einzelnen Schulstandorten ebenfalls zeigt und hochschuldidaktisch genützt wird.
  • Erasmus+ = internationale Erfahrungen sammeln: Sprache und Sprachen im Dialog als Kernkompetenz für Bildung; die Förderung von Mehrsprachigkeit ist der PH OÖ ein besonderes Anliegen, sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Schule wird wahrgenommen und gefördert.

Studium der Tagesform

Organisation der Lehrveranstaltungen:
Montag bis Freitag, 08:00 bis 19:00 Uhr (fallweise auch bis 20:45 Uhr).
Exkursionen können auch an Samstagen stattfinden.

Das Studium im WS 2017/18 beginnt am 25.9. um 09:00 Uhr mit einer geblockten Lehrveranstaltungswoche der STEOP  (25.9.-.30.9.2017 Tagesform und berufstätig Studierende).

Studium für Berufstätige

Für Berufstätige finden die Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium Primarstufe  zu folgenden Zeiten statt:

  • Donnerstag, ab 17:30 - 21:30 Uhr
  • Freitag, 08:00 – 20:45 Uhr
  • Samstag, 08:00 – 19:00 Uhr
  • eine geblockte Lehrveranstaltungswoche im 1. und 2. Semester:
    WS 2017/18: 25.09. - 29.09.2017

Pädagogisch Praktische Studien

Inklusive Pädagogik/Fokus Behinderung

Das Lehramt für Sonderschule wurde in der neuen Ausbildung für Lehrerinnen und Lehren in die Lehramststudien für Primarstufe und Sekundarstufe integriert.
Sie können im Bachelorstudium Primarstufe ab dem 3. Semester den Schwerpunkt „Inklusive Pädagogik /Fokus Behinderung“ wählen, den Sie ab dem 5. Semester studieren können. 

Inklusive Pädagogik / Fokus Behinderung – Was ist damit gemeint?

  • Das Berufsfeld von Lehrerinnen und Lehrern hat sich verändert

Der Beruf der Lehrerin und des Lehrers ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Als Pädagoge und Pädagogin legen Sie die Grundlagen des schulischen Lernens, die weit über die Fähigkeiten des Lesen, Schreibens und Rechnens hinausgehen. Unterricht und Erziehung nimmt den ganzen Menschen in den Blick und wird als Begleitung der individuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verstanden. Lehrkräfte tragen damit eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und sind mit einer großen Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Schüler/innen konfrontiert. Neben dem Unterrichten und Erziehen gehört das Beurteilen und Bewerten der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, aber auch die Beratung und Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Kolleginnen und Kollegen sowie außerschulischen Experten und Expertinnen wie z.B. aus der Sozialarbeit oder Logopädie zu ihren Aufgabenbereichen. 

  • Warum gibt es kein Sonderschullehramt mehr?

In Österreich sollen alle Kinder und Jugendlichen gleichberechtigte Bildungschancen erhalten. Die „UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ wird in Österreich mit dem „Nationalen Aktionsplan Behinderung“ umgesetzt. Ziel ist es, die Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen durch Sonderschulen abzuschaffen. Es soll so weit wie möglich ein gemeinsamer Unterricht in einer Schule für alle ermöglicht werden. Daher erhalten alle Lehrkräfte in allen Schulen die Aufgabe, durch grundlegende inklusions- und sonderpädagogische Kompetenzen allen Schülerinnen und Schülern die volle Teilhabe am gemeinsamen Unterricht zu ermöglichen.

  • Wer ersetzt die bisherigen Sonderschullehrer/innen? Müssen jetzt alle alles können?

In Zukunft müssen sich auch Primarstufenpädagoginnen und -pädagogen Schwerpunkte setzen (z.B. Sprachliche Bildung, Künstlerische Bildung, …). Mit dem Studienschwerpunkt „Inklusive Pädagogik/ Fokus Behinderung“ (IP) qualifizieren Sie sich, sonderpädagogische Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote innerhalb und außerhalb des Unterrichts zu planen und umzusetzen. Sie beraten und unterstützen Lehrkräfte bei der

Gestaltung des inklusiven Unterrichts und begleiten im Einzelfall Kinder und Jugendliche mit hohem Unterstützungsbedarf in ihren Lern- und Entwicklungsprozessen. Diese sonderpädagogische Spezialisierung für eine inklusive Bildung ist an keine Schulform gebunden. Sonderpädagogik wird nicht als eine besondere Pädagogik verstanden, sondern als ein Spezialisierungsbereich der allgemeinen Pädagogik, die sich mit besonderen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Diese Problemlagen können sich durch Ausgrenzung und Benachteiligung im Bildungssystem ergeben, die Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen z.B. in der körperlich-motorischen, geistigen, sprachlichen, sozial-emotionalen Entwicklung erfahren können. Sie berücksichtigen dabei auch interkulturelle Aspekte und Fragen der Geschlechtergerechtigkeit oder Armut.

  • Was muss ich dafür studieren?

Um als „inklusive Sonderpädagogin“ bzw. „inklusiver Sonderpädagoge“ Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen zu unterrichten und Lehrkräfte für den inklusiven Unterricht beraten zu können, müssen Sie den Schwerpunkt „Inklusive Pädagogik/ Fokus Behinderung“ im Bachelorstudium wählen. Im Masterstudium kann dieser Studienschwerpunkt vertieft werden. Sie setzen sich mit Inhalten der Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Medizin, Sprach- und Kommunikationswissenschaft auseinander und beschäftigen sich auch mit Fragen der Teamarbeit, der Beratung, der Forschungsmethoden, um die Entwicklung von inklusivem Unterricht und der inklusiven Schule unterstützen und auswerten zu können. Damit qualifizieren Sie sich auch für die wissenschaftliche Arbeit und Forschung in diesem Bereich.

  • Welche Voraussetzungen sollte ich für das Studium mitbringen?

Für den Studienschwerpunkt „Inklusive Pädagogik/ Fokus Behinderung“ sollten Sie Interesse an der pädagogischen Arbeit mit und für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie an Zusammenhängen von Migration und Geschlechtergerechtigkeit mitbringen. Eine wertschätzende und offene Haltung gegenüber Verschiedenheit und kultureller, sprachlicher, menschlicher Vielfalt sind wichtige Voraussetzungen. Zentrale Schlüsselkompetenzen sind kommunikative und kooperative Fähigkeiten, Teamfähigkeit und Reflexion der eigenen Praxiserfahrung und Schulbiografie.

Sekretariat Inklusive Pädagogik

Judith Ascher

Tel. +43 732 7470-7131

E-Mail: judith.ascher@ph-ooe.at

Stefanie Schütz 

Tel. +43 732 7470-7132

Mehrsprachige Studierende

Wir sehen Sprachenvielfalt als Ressource, deshalb möchten wir Studierende mit anderen Erstsprachen als Deutsch besonders herzlich einladen, sich für ein Studium an der PH OÖ zu bewerben. 

Zu Zulassungsvoraussetzungen und bezüglich der individuellen Gestaltung des Studiums beraten wir Sie gerne, zumal für Sie nach § 51, Abs. 2c des Hochschulgesetzes ggf. besondere Regelungen vorliegen:

„Es ist vom Nachweis jener Eignungskriterien Abstand zu nehmen, die bei der Erfüllung der wesentlichen Anforderungen für den angestrebten Beruf aufgrund einer anderen Erstsprache als Deutsch oder einer Behinderung im Sinne des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes nicht erfüllt werden können. Bei Bedarf sind sowohl im Rahmen des Eignungsfeststellungsverfahrens als auch im Verlauf des Studiums geeignete Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen.“ 

Kontakt:
Dr. Ewald Feyerer
Institutsleiter Inklusive Pädagogik
Tel. +43 732 7470-7130
E-Mail: iip@ph-ooe.at

Studierende mit chronischer Erkrankung oder Behinderung

Wir möchten Inklusion an unserer Hochschule leben und sehen Vielfalt als Chance. Daher sind auch Studierende mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung herzlich eingeladen, sich für ein Studium an der PH OÖ zu bewerben.

Zu Zulassungsvoraussetzungen und bezüglich der individuellen Gestaltung des Studiums beraten wir Sie gerne, zumal für Sie nach § 51, Abs. 2c des Hochschulgesetzes ggf. besondere Regelungen vorliegen:

„Es ist vom Nachweis jener Eignungskriterien Abstand zu nehmen, die bei der Erfüllung der wesentlichen Anforderungen für den angestrebten Beruf aufgrund einer anderen Erstsprache als Deutsch oder einer Behinderung im Sinne des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes nicht erfüllt werden können. Bei Bedarf sind sowohl im Rahmen des Eignungsfeststellungsverfahrens als auch im Verlauf des Studiums geeignete Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen.“

Kontakt:
Dr. Ewald Feyerer
Institutsleiter Inklusive Pädagogik
Tel. +43 732 7470-7130
E-Mail: iip@ph-ooe.at

Kontakt Studienorganisation

Bitte nutzen Sie unsere Mailadresse neugierig@ph-ooe.at für Ihre Anfragen. 

Ihre persönliche Ansprechpartnerin für Fragen zum Aufnahmeverfahren und zum Studium in der Primarstufe: Melitta Stütz, Tel. +43 732 7470 7324 

Übersicht Team Allgemeine Pädagogik

 

 

 

Anerkennungen

Ansprechperson für Primarstufe/Volksschule und Sekundarstufe/Neue Mittelschule
Melissa Iglsböck
Tel. +43 732 7470-7353
E-Mail: melissa.iglsboeck@ph-ooe.at

Ansprechperson für Sonderschule
Stefanie Schütz
Tel. +43 732 7470-7132
E-Mail: stefanie.schuetz@ph-ooe.at

Fax +43 732 7470-3090

Anerkennungen von Lehrveranstaltungen
Leitfaden für Anerkennungen Primarstufe/auslaufende Studien VS und NMS

 

 

 

 

Info-Hotline zum Aufnahmeverfahren

Tel.: 0732 7470 5555
Montag - Donnerstag, 09.00 - 16.00 Uhr
Freitag von 09.00 - 13.00 Uhr

 

TERMINE & FRISTEN

Übersicht der Studientermine und Anmeldefristen

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