PH OÖ mit „Stadt der Vielfalt 2018“- Preisen ausgezeichnet

09.05.2018 / News Intern, News

Bild 1 vlnr: Regina Fechter, Andrea Braterschofsky, Margit Severa, Karl Wegenschimmel, Doris Lang-Mayerhofer; Bild 2 vlnr: Gertrud Nachbaur, Karin Ettl, Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Regina Fechter, Thomas Wahlmüller; Fotorechte: Stadt Linz

Die PH OÖ erhielt dieses Jahr zweimal den Preis der Stadt Linz für Integration („Stadt der Vielfalt 2018 – Demokratie ist Vielfalt“). Ausgezeichnet wurden das Mentor/innenprojekt „NIGHTINGALE“ und die Veranstaltungsreihe „1918 – 1938 – 1968 – 2018 Demokratie (ge)denken“. Die Preisverleihung ist einer der Höhepunkte der alljährlichen Veranstaltungsreihe „Woche der Vielfalt – Vielfalt.Gemeinsam.Leben.“ des Linzer Integrationsbüros. 

Mentor/innenprojekt NIGHTINGALE 

In der Schule und ähnlichen Institutionen begegnen wir täglich Kindern und Jugendlichen mit individuell unterschiedlichen Vorgeschichten in Bezug auf ihre Bindungserfahrungen und die daraus resultierende Persönlichkeitsentwicklung. Das internationale Mentor/innenprojekt NIGHTINGALE ist Teil konzeptionell neuer Wege der Pädagogisch Praktischen Studien an der PH OÖ, in denen verschiedene Lernorte und -wege von engagierten Studierenden und den Kindern gemeinsam erlebt und bestritten werden. Ziel ist es, verschieden ausgeprägte Risikofaktoren der teilnehmenden Kinder zu minimieren bzw. die Entwicklung und Bildung der Persönlichkeit durch vertrauensbildende Maßnahmen zu fördern.

Im Projekt NIGHTINGALE begleiten Studierende der PH OÖ in einem Tandemsetting acht Monate lang zurückgezogene, sozial unsichere Kinder mit erheblichen Alltagsbelastungen, geringen Sprachkenntnissen und Migrationshintergrund in ihrer Freizeit. Die Grundidee ist, dass Studierende ihren Mentees Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung zeigen, dadurch deren Selbstbewusstsein stärken und den Blick auf die Welt öffnen. Das Projekt ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die Kinder erhalten durch Gespräche mit den Studierenden hilfreiche Anregungen für ihr weiteres Leben und lernen unter anderem durch Besuche diverser Bildungseinrichtungen und Museen für sie gänzlich Neues kennen. Die Studierenden erwerben pädagogische Kompetenz in der Betreuung eines Kindes im Tandemsetting, organisatorische Kompetenz im Erstellen eines Freizeitprogramms mit immanentem Bildungscharakter, soziale Kompetenz im Zusammenwirken mit allen Beteiligten und interkulturelle Kompetenz im Kontakt mit den Familien und dem Mentee.

1918 – 1938 – 1968 – 2018 Demokratie (ge)denken

Das Institut für Fortbildung und Schulentwicklung I der PH OÖ konzipierte anlässlich des Gedenkjahres 2018 die Veranstaltungsreihe „1918 – 1938 – 1968 – 2018 Demokratie (ge)denken“ für alle Pädagoginnen und Pädagogen zur Demokratiebildung als gemeinsame Verantwortung. Mit dem speziellen Veranstaltungsprogramm der PH OÖ, das die Vielfalt der Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten der Lehrer/innen berücksichtigt, werden unterschiedliche Inhalte und Formate angeboten, die ein erstes Eintauchen in das Thema als Sachverhalt und als Wert, und ein intensives Vertiefen ermöglichen sollen. Auftakt des Programmes ist die Vorführung und Diskussion des Films „In Linz begann’s. Der Anschluss Österreichs 1938“ mit den Filmemachern Thomas Hackl und Martina Hechenberger. Ausstellungen, Exkursionen, Zeitzeugengespräche, Lesungen und Workshops zum Thema von Mai bis Dezember folgen.  

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