Einstiege, Umstiege, Aufstiege – Was wissen wir über die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften? 

Die Erforschung der Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse von LehrerInnenbildung – sowohl was die Erstausbildung in ihren verschiedenen Lernorten als auch was die Fort- und Weiterbildung betrifft – hat in den letzten Jahren international und auch im deutschen Sprachraum große Fortschritte gemacht. Auch in Österreich wurde die LehrerInnenbildungsforschung durch die Veränderungen, die die PädagogInnenbildung Neu mit sich gebracht hatte, stark angeregt.  Aufgabe der Tagung soll es sein, einen Überblick über Konzepte und Ergebnisse der aktuellen LehrerInnenbildungsforschung zu ermöglichen. LehrerInnenbildungsforschung soll dabei ‚breit‘ verstanden werden: Es geht um die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen, aber auch von anderen pädagogischen Fachkräften, die in Schulen und Unterstützungssystemen arbeiten (FreizeitpädagogInnen, SchulpsychologInnen, Schulaufsicht, LehrerfortbildnerInnen usw.); es geht um die Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungen dieser Prozesse, um Zugänge, Übergänge und Ausstiege bei diesen Prozessen.   Mit dieser Tagung soll einerseits die Koordination und die wechselseitige Nutzung von Forschungserfahrungen in dem sich rasch entwickelnden Bereich der LehrerInnenbildungsforschung ermöglicht werden, andererseits auf offene Forschungsfragen hingewiesen werden.

Kontakt: lbf20@ph-ooe.at

Angesichts der außergewöhnlichen Umstände (COVID-19) müssen sich Tagungsverantwortliche zurzeit mit der Entscheidung befassen, ob eine Durchführung möglich ist. Bezüglich der Tagung „Einstiege, Umstiege, Aufstiege“ möchten wir hierzu noch wesentliche und relevante Mitteilungen des Ministeriums berücksichtigen, die mit Ende Juni zu erwarten sind. Auf Basis dieser Bescheide sowie der dann gegebenen Situation wird entschieden, ob die Tagung im September durchgeführt wird oder nicht. <br />
Da wir die Veranstaltung nicht vorschnell canceln wollen, zugleich aber auch Entscheide und Risiken hinreichend berücksichtigen möchten, bitten wir Sie noch um Geduld hinsichtlich einer finalen Entscheidung zur Durchführung der Veranstaltung.

Unterkunft

Folgende Hotelempfehlungen können wir Ihnen anbieten: 

 

Prielmayerhof ****
Homepage
Lage: ca. 200 m zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/77 41 31-0
City Hotel **** 
Homepage
Lage: ca. 1,8 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/65 26 22
Park Inn by Radisson ****
Homepage
Lage: ca. 1,7 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/777 100 0
Arcotel Nike ****
Homepage 
Kontakt: +43/732/7626-0 
Lage: ca. 1,4 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Hotel Kolping ***

Homepage
Lage: ca. 2 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/66 16 90

IBIS-Hotel ***
Homepage
Lage: ca. 3 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732 69401 500

 

 

 

 

 

Keynotes

  • Univ.-Prof. Dr. Colin Cramer (Universität Tübingen; Professur für Professionsforschung):
    Stand und Perspektiven der Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung

    Abstract: Die Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung hat seit der Jahrtausendwende einen starken Zuwachs an theoretischem und empirischem Wissen verzeichnet. Die im Einzelnen hervorgebrachten Erkenntnisse sind zunehmend ausdifferenziert und neue Forschungsaspekte werden bearbeitet. Das Forschungsfeld wird inhaltlich und methodisch immer unübersichtlicher. Der Vortrag gibt entlang der bevorstehenden Veröffentlichung der Neuausgabe des „Handbuch Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ sowie auf Grundlage systematischer Forschungsarbeiten einen Überblick zum aktuellen Stand der Lehrerinnen- und Lehrerbildungsforschung. Dabei werden Zielperspektiven, Diskurse und Ansätze von Lehrerinnen- und Lehrerbildung skizziert, historische Entwicklungslinien und Wege der Qualifikation werden mit bedacht. Fachliche, bildungswissenschaftliche und schulpraktische Komponenten werden in die Darstellung einbezogen, Konzepte und Methoden werden diskutiert sowie ein Blick auf Lehramtsstudierende sowie Dozierende und Entscheidungstragende als zentrale Akteure gerichtet. Leerstellen und Perspektiven werden aufgezeigt. Eine theoretische Rahmung der unterschiedlichen Strömungen und Befunde wird mit dem Ansatz der Meta-Reflexivität vorgeschlagen.
     
  • Univ.-Prof.in Dr.in Gerda Hagenauer (Universität Salzburg; Professur für Bildungswissenschaft):
    „Emotions are at the heart of teaching“ (Hargreaves, 1998, S. 835) - zur Rolle von Emotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation für Lehrer*innenprofessionalisierung und Lehrer*innenbildungsforschung

    Abstract: Emotionen durchziehen unser tägliches Leben und sind auch in der Schule allgegenwärtig. Sie beeinflussen nicht nur die Qualität von Lehr-Lernprozessen, sondern auch das Wohlbefinden von Schülerinnen bzw. Schülern und Lehrpersonen. Sie stellen folglich einen wesentlichen Bestandteil der Lehrer*innenprofessionalität dar. Im Vortrag wird ein Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft zur Thematik Lehrer*innenemotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation gegeben. Es werden Fragen erörtert wie z.B.: Welche Emotionen werden von Lehrpersonen und Lehramtsstudierenden erlebt? Welche Bedingungen beeinflussen diese Emotionen und welche Effekte entfalten die erlebten Emotionen auf den verschiedensten Ebenen? Wie können Emotionen reguliert und kommuniziert werden und wie stehen spezifische Regulationsmuster mit der Lehrer*innengesundheit (Stichwort „emotionale Arbeit“) und dem Unterrichtshandeln sowie der Beziehungsgestaltung in Verbindung? Abgeschlossen wird der Vortrag mit einer Diskussion der Herausforderungen und Potentiale, die sich für Theorie und Empirie ergeben, sowie mit einer Ableitung von praktischen Implikationen für die Gestaltung von Lehrer*innenbildung und die Förderung von Lehrer*innenprofessionalisierung.
    Hargreaves, A. (1998). The emotional practice of teaching. Teaching and Teacher Education, 14(8), 835-854.

Anreise

Pädagogische Hochschule OÖ, Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz, Austria: Lage und Anreise

Linz ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden und sowohl mit dem Zug, Auto, Bus oder Flugzeug problemlos erreichbar.

Wissenswertes über Linz

Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz ist mit 200.841 Einwohner/innen und einer Fläche von 96,048 km² die drittgrößte Stadt Österreichs.

Unsere an der Donau gelegene Stadt hatte lange den Ruf einer staubigen Stahlstadt, heute aber gehört die Kulturhauptstadt Europas 2009 zu den Top Drei der Kongress-Städte Österreichs. 

Bekannt ist Linz auch durch zahlreiche kulturelle Angebote, wie die Linzer Klangwolke, das Pflasterspektakel, das Brucknerfest, das Ars-Elektronica-Festival und das Crossing Europe Filmfestival.

Empfehlen möchten wir Ihnen folgende Sehenswürdigkeiten:

SCHLOSSMUSEUM LINZ

Auf über 10000 m² Ausstellungsfläche gibt das Linzer Schlossmuseum einen umfangreichen Einblick in die Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Oberösterreichs vom Beginn des Lebens bis ins 21. Jahrhundert. Die breit gefächerten Dauerausstellungen reichen von der Erd- bis zur Zeitgeschichte, flankiert von vielfältigen Sonderausstellungen zu aktuellen internationalen und regionalen sowie kultur-, natur- und zeitgeschichtlichen Themen.

 

LENTOS KUNSTMUSEUM LINZ
Das für seine außergewöhnliche Architektur, speziell der leuchtenden Fassade, bekannte  2003 eröffnete Lentos Kunstmuseum Linz zählt zu den bedeutendsten Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich und wurde mittlerweile für viele zu einem Wahrzeichen der Stadt.


Ausgehend von Sammlungsbeständen, deren Schwerpunkte in Meisterwerken der europäischen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie einer reichhaltigen Grafiksammlung und qualitätsvollen Fotografiebeständen liegen, spannt das Lentos den Bogen zwischen der klassisch-historischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Kunstpositionen unserer Gegenwart.

Das Lentos versteht sich als ein Ort der offenen Begegnung mit Kunst. Die Auseinandersetzung mit Kunst regt in ihrer Vieldeutigkeit bei Menschen jeden Alters wichtige Denkprozesse an. Das Vermittlungsprogramm des Lentos hilft, sich auf diese Begegnung mit Kunst einzulassen.

 

 

ARS ELECTRONICA CENTER

Im September 1979 gestartet, entwickelte sich Ars Electronica binnen kurzer Zeit zu einer weltweit beachteten Erfolgsstory. KUNST, TECHNOLOGIE und GESELLSCHAFT lautet bis heute die Philosophie dieser in ihrer spezifischen Ausrichtung und langjährigen Kontinuität einzigartigen Plattform.

Im Museum der Zukunft begegnen Sie auf  3000 m² Ausstellungsfläche auf spielerische Weise innovativen Projekten und aktuellen Fragestellungen an der 

Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Einzigartige Ausstellungen laden BesucherInnen aller Altersgruppen zum Mitmachen ein. Faszinierende Architektur und wechselnde LED-Fassadenbeleuchtung machen das Ars Electronica Center von außen zum Blickfang. Innen genießen Sie vom Cafe.Restaurant.Bar CUBUS aus einen wunderschönen Blick über Donau und die Linzer Innenstadt.

 

PÖSTLINGBERG

 

 












Nicht nur Kinderherzen schlagen beim Besuch des Pöstlingberges – dem Linzer Hausberg - höher: nach der Fahrt mit der historischen Pöstlingbergbahn sind es nur wenige Schritte bis zur Wallfahrtsbasilika, zur Aussichtsplattform und zur Grottenbahn, wo Maskottchen Sebastian Sie in seiner Märchenwelt empfängt und der Drachenexpress durch das funkelnde Zwergenreich fährt.

Auf halber Strecke der Bergbahn befindet sich der ganzjährig geöffnete Linzer Tiergarten mit über 130 verschiedenen Tierarten und Streichelzoo.

                                                                                                 

 

MARIENDOM (NEUER DOM)
Als größte Kirche Österreichs bietet der 1924 fertig gestellte „Neue Dom“ Platz für ca. 20.000 Personen. Werfen Sie einen Blick auf die wunderbaren Gemäldefenster, wie das „Linzer Fenster“ oder das „Kaiserfenster“. Die bei Führungen begehbare Innengalerie gibt in 15 m Höhe faszinierende Aussichten auf den Kirchenraum frei. Empfehlenswert sind auch die Turmführungen, bei denen Sie einen herrlichen Blick auf Linz genießen.

 

JESUITENKIRCHE (ALTER DOM)
Von den Jesuiten in den Jahren 1669–1683 erbaut nach Plänen von P.F. Carlone. Sie wurde Bischofskirche (Dom), als Josef II. Linz zur Diözese machte. 1909 kehrten die Jesuiten zurück. Sie steht am südlichen Ende des Hauptplatzes, neben dem ehemaligen Jesuitenkolleg. Anton Bruckner wirkte hier von 1856–1868 als Domorganist. Die Orgel wurde nach Plänen von Anton Bruckner erbaut und wurde bis heute bewahrt.

 

LINZER LANDHAUS
Der herrliche Renaissancebau entstand im 16. Jh. und ist heute Sitz des Landeshauptmannes von Oberösterreich, des Landtages und der Landesregierung. Die unteren Geschosse des Turmes entstanden 1568, seine heutige Höhe erhielt er 1638. Bei speziellen Stadtrundgängen kann er bestiegen werden. Versäumen Sie nicht den italienisch anmutenden Arkadenhof mit seinem Planetenbrunnen, der an Johannes Kepler erinnert, der hier 14 Jahre an der protestantischen Landschaftsschule unterrichtete.

 

Über den Link http://www.linz.at/tourist/stadtrundgang.asp finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten und Informationen rund um die Stadt Linz. 

Emerging Researchers

Many facets of Bildungsforschung in Österreich - building a more perspective horizon

Alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Bereich der Bildungsforschung sind herzlich zur Veranstaltung der Emerging Researcher der ÖFEB eingeladen. Die Veranstaltung findet am 23.09.2020 an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich (Linz) vor der ÖFEB-Tagung Einstiege, Umstiege, Aufstiege der Sektionen LehrerInnenbildung, Schulforschung empirische-pädagogische Forschung statt.

Die Veranstaltung lädt Nachwuchwissenschafter*innen dazu ein, eigene Forschungsarbeiten vorzustellen und ihr Wissen im Rahmen von Workshops zum Thema Open Access sowie zur Vernetzung und Sichtbarkeit zu vertiefen. Die Tagung bietet außerdem die Möglichkeit des Kennenlernens mit neuen Kolleginnen und Kollegen der Bildungsforschung durch formelle und informelle Austauschformate.  
Diejenigen, die Einblicke in ihre Forschungsarbeiten geben möchten, können erste Projektideen, zur theoretischen Grundlage, zum methodischen Design oder zu ermittelten Befunden einbringen. Auch die gemeinsame Analyse empirischer Daten oder die Diskussion von Auswertungsstrategien können Gegenstand sein. In thematischer Hinsicht sind alle Präsentationen willkommen, die im Kontext der Bildungsforschung angesiedelt sind. 
Der Austausch über die eigene Forschungsarbeit findet in unterschiedlichen Formaten statt. Für jeden Beitrag sind Expert*Innen vorhanden, die den Austausch leiten. Folgende Formate sind möglich:

  • Learning Walkthrough: Das Format ist aufgebaut im Sinne einer Structured Poster Session. Pro Slot werden 4 bzw. 5 Poster präsentiert. Es werden Arbeiten bzw. Projekte diskutiert, die sich noch im Anfangsstadium befinden bzw. bei denen ein Feedback zu einer bestimmten Herangehensweise aus der Fragestellung abgeleitet werden kann. Die Poster werden der Reihe nach in max. 4 min. präsentiert, im Anschluss bekommt jede*r Teilnehmer*in die Möglichkeit mit den Posterersteller*innen ins Gespräch zu kommen. Abschließend werden die Designs gemeinsam anhand übergreifender Leitfragen diskutiert werden. Die Präsentierenden erhalten die Möglichkeit umfassendes Feedback zu ihrer Herangehensweise zu erhalten. 
  • Discussion Table Session: Das Format ist aufgebaut im Sinne von Diskussionsrunden. Pro Slot werden an unterschiedlichen Tischen thematische Cluster gebildet und mit vorhande-nen Expert*innen thematische Schwerpunkte diskutiert. Die Präsentierenden haben hierbei die Möglichkeit Forschungsarbeiten in einem mündlichen Gespräch vorzustellen und zentrale Herausforderungen sowie Gelingensbedingungen gemeinsam mit Kolleg*innen und Expert*innen zu diskutieren. Hierbei ist es wichtig, dass eine methodische sowie theoreti-sche Frage formuliert wird, die im Rahmen der Diskussionsrunden die Diskurse leiten. 

Call for Abstracts 
Interessierte reichen bitte ein Abstract (max. 500 Wörter) zum geplanten Beitrag unter Angabe des gewünschten Formats bis zum 31.März 2020 über die Emailadresse ER@oefeb.at ein. Je nach Arbeitsstand sollte das Abstract Angaben zur Forschungsfrage, zum methodischen Design und zum Auswertungsprozess enthalten. In jedem Fall muss abschließend dargestellt werden, welche indivi-duellen Fragen und/oder Herausforderungen der Vortragende/die Vortragende in den Arbeitsgruppen diskutieren möchte. Gebt bitte eine Präferenz zum geplanten Format an. 
Die Einreichungen werden durch die Vertreter*innen der Emerging Researchers der ÖFEB ausgewählt; im Bedarfsfall werden Expert*innen in den Entscheidungsprozess eingebunden. 

Nachfragen zum Call beantworten wir gerne:

Ann-Kathrin Dittrich (Ann-Kathrin.Dittrich@uibk.ac.at)
Michelle Proyer (michelle.proyer@univie.ac.at)

Download Einladung & Call for Abstracts ÖFEB Emerging Researcher
 

Anmeldung zur Emerging Researcher Tagung

Programmkomitee

  • Sektion LehrerInnenbildung und –bildungsforschung: Johannes Reitinger, Herbert Altrichter und Gabriele Schauer
  • Sektion Empirische pädagogische Forschung: Christoph Weber und Christoph Helm
  • Sektion Schulforschung und Schulentwicklung: David Kemethofer und Livia Jesacher-Rößler
  • Pädagogische Hochschule Oberösterreich: Katharina Soukup-Altrichter 
  • Emerging Researchers: Ann-Kathrin Dittrich

DATUM/ORT:

23. 09. - 25. 09. 2029
Pädagogische Hochschule OÖ
Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz