Einstiege, Umstiege, Aufstiege – Was wissen wir über die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften? 

Die Erforschung der Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse von LehrerInnenbildung – sowohl was die Erstausbildung in ihren verschiedenen Lernorten als auch was die Fort- und Weiterbildung betrifft – hat in den letzten Jahren international und auch im deutschen Sprachraum große Fortschritte gemacht. Auch in Österreich wurde die LehrerInnenbildungsforschung durch die Veränderungen, die die PädagogInnenbildung Neu mit sich gebracht hatte, stark angeregt.  Aufgabe der Tagung soll es sein, einen Überblick über Konzepte und Ergebnisse der aktuellen LehrerInnenbildungsforschung zu ermöglichen. LehrerInnenbildungsforschung soll dabei ‚breit‘ verstanden werden: Es geht um die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen, aber auch von anderen pädagogischen Fachkräften, die in Schulen und Unterstützungssystemen arbeiten (FreizeitpädagogInnen, SchulpsychologInnen, Schulaufsicht, LehrerfortbildnerInnen usw.); es geht um die Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungen dieser Prozesse, um Zugänge, Übergänge und Ausstiege bei diesen Prozessen.   Mit dieser Tagung soll einerseits die Koordination und die wechselseitige Nutzung von Forschungserfahrungen in dem sich rasch entwickelnden Bereich der LehrerInnenbildungsforschung ermöglicht werden, andererseits auf offene Forschungsfragen hingewiesen werden.

Kontakt: lbf20@ph-ooe.at

Keynotes

  • Univ.-Prof. Dr. Colin Cramer (Universität Tübingen; Professur für Professionsforschung):
    Stand und Perspektiven der Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung

    Abstract: Die Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung hat seit der Jahrtausendwende einen starken Zuwachs an theoretischem und empirischem Wissen verzeichnet. Die im Einzelnen hervorgebrachten Erkenntnisse sind zunehmend ausdifferenziert und neue Forschungsaspekte werden bearbeitet. Das Forschungsfeld wird inhaltlich und methodisch immer unübersichtlicher. Der Vortrag gibt entlang der bevorstehenden Veröffentlichung der Neuausgabe des „Handbuch Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ sowie auf Grundlage systematischer Forschungsarbeiten einen Überblick zum aktuellen Stand der Lehrerinnen- und Lehrerbildungsforschung. Dabei werden Zielperspektiven, Diskurse und Ansätze von Lehrerinnen- und Lehrerbildung skizziert, historische Entwicklungslinien und Wege der Qualifikation werden mit bedacht. Fachliche, bildungswissenschaftliche und schulpraktische Komponenten werden in die Darstellung einbezogen, Konzepte und Methoden werden diskutiert sowie ein Blick auf Lehramtsstudierende sowie Dozierende und Entscheidungstragende als zentrale Akteure gerichtet. Leerstellen und Perspektiven werden aufgezeigt. Eine theoretische Rahmung der unterschiedlichen Strömungen und Befunde wird mit dem Ansatz der Meta-Reflexivität vorgeschlagen.
     
  • Univ.-Prof.in Dr.in Gerda Hagenauer (Universität Salzburg; Professur für Bildungswissenschaft):
    „Emotions are at the heart of teaching“ (Hargreaves, 1998, S. 835) - zur Rolle von Emotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation für Lehrer*innenprofessionalisierung und Lehrer*innenbildungsforschung

    Abstract: Emotionen durchziehen unser tägliches Leben und sind auch in der Schule allgegenwärtig. Sie beeinflussen nicht nur die Qualität von Lehr-Lernprozessen, sondern auch das Wohlbefinden von Schülerinnen bzw. Schülern und Lehrpersonen. Sie stellen folglich einen wesentlichen Bestandteil der Lehrer*innenprofessionalität dar. Im Vortrag wird ein Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft zur Thematik Lehrer*innenemotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation gegeben. Es werden Fragen erörtert wie z.B.: Welche Emotionen werden von Lehrpersonen und Lehramtsstudierenden erlebt? Welche Bedingungen beeinflussen diese Emotionen und welche Effekte entfalten die erlebten Emotionen auf den verschiedensten Ebenen? Wie können Emotionen reguliert und kommuniziert werden und wie stehen spezifische Regulationsmuster mit der Lehrer*innengesundheit (Stichwort „emotionale Arbeit“) und dem Unterrichtshandeln sowie der Beziehungsgestaltung in Verbindung? Abgeschlossen wird der Vortrag mit einer Diskussion der Herausforderungen und Potentiale, die sich für Theorie und Empirie ergeben, sowie mit einer Ableitung von praktischen Implikationen für die Gestaltung von Lehrer*innenbildung und die Förderung von Lehrer*innenprofessionalisierung.
    Hargreaves, A. (1998). The emotional practice of teaching. Teaching and Teacher Education, 14(8), 835-854.

Tagungsgebühr

ÖFEB-Mitglieder€ 75,-oder Mitgliedschaft bei einer Partnergesellschaft DGfE bzw. SGBF
Nichtmitglieder€ 85,- 
Studierende*€ 40,-*inkl. institutionell beschäftigte Studierende / Doktorand/innen bis zu einem Beschäftigungsausmaß von 50%.

Bitte überweisen Sie die für Sie zutreffende Tagungsgebühr an das folgende Konto:

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BIC/SWIFT: ASPKAT2LXXX
Verwendungszweck: Tagungsgebühr LBF20 + Name
 

 

 

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Unterkunft

Folgende Hotelempfehlungen können wir Ihnen anbieten: 

 

Prielmayerhof ****
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Lage: ca. 200 m zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/77 41 31-0
City Hotel **** 
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Lage: ca. 1,8 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/65 26 22
Park Inn by Radisson ****
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Lage: ca. 1,7 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/777 100 0
Arcotel Nike ****
Homepage 
Kontakt: +43/732/7626-0 
Lage: ca. 1,4 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Hotel Kolping ***

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Lage: ca. 2 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732/66 16 90

IBIS-Hotel ***
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Lage: ca. 3 km zur Pädagogischen Hochschule OÖ
Kontakt: +43/732 69401 500

 

 

 

 

 

Anreise

Pädagogische Hochschule OÖ, Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz, Austria: Lage und Anreise

Linz ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden und sowohl mit dem Zug, Auto, Bus oder Flugzeug problemlos erreichbar.

Wissenswertes über Linz

Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz ist mit 200.841 Einwohner/innen und einer Fläche von 96,048 km² die drittgrößte Stadt Österreichs.

Unsere an der Donau gelegene Stadt hatte lange den Ruf einer staubigen Stahlstadt, heute aber gehört die Kulturhauptstadt Europas 2009 zu den Top Drei der Kongress-Städte Österreichs. 

Bekannt ist Linz auch durch zahlreiche kulturelle Angebote, wie die Linzer Klangwolke, das Pflasterspektakel, das Brucknerfest, das Ars-Elektronica-Festival und das Crossing Europe Filmfestival.

Empfehlen möchten wir Ihnen folgende Sehenswürdigkeiten:

SCHLOSSMUSEUM LINZ

Auf über 10000 m² Ausstellungsfläche gibt das Linzer Schlossmuseum einen umfangreichen Einblick in die Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Oberösterreichs vom Beginn des Lebens bis ins 21. Jahrhundert. Die breit gefächerten Dauerausstellungen reichen von der Erd- bis zur Zeitgeschichte, flankiert von vielfältigen Sonderausstellungen zu aktuellen internationalen und regionalen sowie kultur-, natur- und zeitgeschichtlichen Themen.

LENTOS KUNSTMUSEUM LINZ
Das für seine außergewöhnliche Architektur, speziell der leuchtenden Fassade, bekannte  2003 eröffnete Lentos Kunstmuseum Linz zählt zu den bedeutendsten Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich und wurde mittlerweile für viele zu einem Wahrzeichen der Stadt.


Ausgehend von Sammlungsbeständen, deren Schwerpunkte in Meisterwerken der europäischen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie einer reichhaltigen Grafiksammlung und qualitätsvollen Fotografiebeständen liegen, spannt das Lentos den Bogen zwischen der klassisch-historischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Kunstpositionen unserer Gegenwart.

Das Lentos versteht sich als ein Ort der offenen Begegnung mit Kunst. Die Auseinandersetzung mit Kunst regt in ihrer Vieldeutigkeit bei Menschen jeden Alters wichtige Denkprozesse an. Das Vermittlungsprogramm des Lentos hilft, sich auf diese Begegnung mit Kunst einzulassen.

 

ARS ELECTRONICA CENTER

Im September 1979 gestartet, entwickelte sich Ars Electronica binnen kurzer Zeit zu einer weltweit beachteten Erfolgsstory. KUNST, TECHNOLOGIE und GESELLSCHAFT lautet bis heute die Philosophie dieser in ihrer spezifischen Ausrichtung und langjährigen Kontinuität einzigartigen Plattform.

Im Museum der Zukunft begegnen Sie auf  3000 m² Ausstellungsfläche auf spielerische Weise innovativen Projekten und aktuellen Fragestellungen an der 

Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Einzigartige Ausstellungen laden BesucherInnen aller Altersgruppen zum Mitmachen ein. Faszinierende Architektur und wechselnde LED-Fassadenbeleuchtung machen das Ars Electronica Center von außen zum Blickfang. Innen genießen Sie vom Cafe.Restaurant.Bar CUBUS aus einen wunderschönen Blick über Donau und die Linzer Innenstadt.

PÖSTLINGBERG
 

 

 

 












Nicht nur Kinderherzen schlagen beim Besuch des Pöstlingberges – dem Linzer Hausberg - höher: nach der Fahrt mit der historischen Pöstlingbergbahn sind es nur wenige Schritte bis zur Wallfahrtsbasilika, zur Aussichtsplattform und zur Grottenbahn, wo Maskottchen Sebastian Sie in seiner Märchenwelt empfängt und der Drachenexpress durch das funkelnde Zwergenreich fährt.

Auf halber Strecke der Bergbahn befindet sich der ganzjährig geöffnete Linzer Tiergarten mit über 130 verschiedenen Tierarten und Streichelzoo.

                                                                                                 
 
 
 
MARIENDOM (NEUER DOM)
Als größte Kirche Österreichs bietet der 1924 fertig gestellte „Neue Dom“ Platz für ca. 20.000 Personen. Werfen Sie einen Blick auf die wunderbaren Gemäldefenster, wie das „Linzer Fenster“ oder das „Kaiserfenster“. Die bei Führungen begehbare Innengalerie gibt in 15 m Höhe faszinierende Aussichten auf den Kirchenraum frei. Empfehlenswert sind auch die Turmführungen, bei denen Sie einen herrlichen Blick auf Linz genießen.
JESUITENKIRCHE (ALTER DOM)
Von den Jesuiten in den Jahren 1669–1683 erbaut nach Plänen von P.F. Carlone. Sie wurde Bischofskirche (Dom), als Josef II. Linz zur Diözese machte. 1909 kehrten die Jesuiten zurück. Sie steht am südlichen Ende des Hauptplatzes, neben dem ehemaligen Jesuitenkolleg. Anton Bruckner wirkte hier von 1856–1868 als Domorganist. Die Orgel wurde nach Plänen von Anton Bruckner erbaut und wurde bis heute bewahrt.
LINZER LANDHAUS
Der herrliche Renaissancebau entstand im 16. Jh. und ist heute Sitz des Landeshauptmannes von Oberösterreich, des Landtages und der Landesregierung. Die unteren Geschosse des Turmes entstanden 1568, seine heutige Höhe erhielt er 1638. Bei speziellen Stadtrundgängen kann er bestiegen werden. Versäumen Sie nicht den italienisch anmutenden Arkadenhof mit seinem Planetenbrunnen, der an Johannes Kepler erinnert, der hier 14 Jahre an der protestantischen Landschaftsschule unterrichtete.

 

Über den Link https://www.linz.at/leben/index.php finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten und Informationen rund um die Stadt Linz. 

Programmkomitee

  • Sektion LehrerInnenbildung und –bildungsforschung: Johannes Reitinger, Herbert Altrichter und Gabriele Schauer
  • Sektion Empirische pädagogische Forschung: Christoph Weber und Christoph Helm
  • Sektion Schulforschung und Schulentwicklung: David Kemethofer und Livia Jesacher-Rößler
  • Pädagogische Hochschule Oberösterreich: Katharina Soukup-Altrichter 
  • Emerging Researchers: Ann-Kathrin Dittrich

DATUM/ORT:

Neuer Termin 24.–26. Februar 2021

Pädagogische Hochschule OÖ
Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz