ONLINE-TAGUNG: Einstiege, Umstiege, Aufstiege – Was wissen wir über die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften? 

Die Erforschung der Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse von LehrerInnenbildung – sowohl was die Erstausbildung in ihren verschiedenen Lernorten als auch was die Fort- und Weiterbildung betrifft – hat in den letzten Jahren international und auch im deutschen Sprachraum große Fortschritte gemacht. Auch in Österreich wurde die LehrerInnenbildungsforschung durch die Veränderungen, die die PädagogInnenbildung Neu mit sich gebracht hatte, stark angeregt.  Aufgabe der Online-Tagung soll es sein, einen Überblick über Konzepte und Ergebnisse der aktuellen LehrerInnenbildungsforschung zu ermöglichen. LehrerInnenbildungsforschung soll dabei ‚breit‘ verstanden werden: Es geht um die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen, aber auch von anderen pädagogischen Fachkräften, die in Schulen und Unterstützungssystemen arbeiten (FreizeitpädagogInnen, SchulpsychologInnen, Schulaufsicht, LehrerfortbildnerInnen usw.); es geht um die Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungen dieser Prozesse, um Zugänge, Übergänge und Ausstiege bei diesen Prozessen.   Mit dieser Tagung soll einerseits die Koordination und die wechselseitige Nutzung von Forschungserfahrungen in dem sich rasch entwickelnden Bereich der LehrerInnenbildungsforschung ermöglicht werden, andererseits auf offene Forschungsfragen hingewiesen werden.

Kontakt: lbf20@ph-ooe.at
Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet die Tagung online statt!

Technischer Support: lbf20@ph-ooe.at, Telefon +43 732 7470 7427
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Tagungsgebühr

ÖFEB-Mitglieder€ 75,-oder Mitgliedschaft bei einer Partnergesellschaft DGfE bzw. SGBF
Nichtmitglieder€ 85,- 
Studierende*€ 0,-*inkl. institutionell beschäftigte Studierende / Doktorand/innen bis zu einem Beschäftigungsausmaß von 50%; Menschen ohne beruflicher Beschäftigung

Bitte überweisen Sie die für Sie zutreffende Tagungsgebühr an das folgende Konto:

Empfänger: ÖFEB
IBAN: AT50 2032 0321 0018 3387
BIC/SWIFT: ASPKAT2LXXX
Verwendungszweck: Tagungsgebühr LBF20 + Name
 

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Keynotes

  • Univ.-Prof. Dr. Colin Cramer (Universität Tübingen; Professur für Professionsforschung):
    Stand und Perspektiven der Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung

    Abstract: Die Forschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung hat seit der Jahrtausendwende einen starken Zuwachs an theoretischem und empirischem Wissen verzeichnet. Die im Einzelnen hervorgebrachten Erkenntnisse sind zunehmend ausdifferenziert und neue Forschungsaspekte werden bearbeitet. Das Forschungsfeld wird inhaltlich und methodisch immer unübersichtlicher. Der Vortrag gibt entlang der bevorstehenden Veröffentlichung der Neuausgabe des „Handbuch Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ sowie auf Grundlage systematischer Forschungsarbeiten einen Überblick zum aktuellen Stand der Lehrerinnen- und Lehrerbildungsforschung. Dabei werden Zielperspektiven, Diskurse und Ansätze von Lehrerinnen- und Lehrerbildung skizziert, historische Entwicklungslinien und Wege der Qualifikation werden mit bedacht. Fachliche, bildungswissenschaftliche und schulpraktische Komponenten werden in die Darstellung einbezogen, Konzepte und Methoden werden diskutiert sowie ein Blick auf Lehramtsstudierende sowie Dozierende und Entscheidungstragende als zentrale Akteure gerichtet. Leerstellen und Perspektiven werden aufgezeigt. Eine theoretische Rahmung der unterschiedlichen Strömungen und Befunde wird mit dem Ansatz der Meta-Reflexivität vorgeschlagen.
     
  • Univ.-Prof.in Dr.in Gerda Hagenauer (Universität Salzburg; Professur für Bildungswissenschaft):
    „Emotions are at the heart of teaching“ (Hargreaves, 1998, S. 835) - zur Rolle von Emotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation für Lehrer*innenprofessionalisierung und Lehrer*innenbildungsforschung

    Abstract: Emotionen durchziehen unser tägliches Leben und sind auch in der Schule allgegenwärtig. Sie beeinflussen nicht nur die Qualität von Lehr-Lernprozessen, sondern auch das Wohlbefinden von Schülerinnen bzw. Schülern und Lehrpersonen. Sie stellen folglich einen wesentlichen Bestandteil der Lehrer*innenprofessionalität dar. Im Vortrag wird ein Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft zur Thematik Lehrer*innenemotionen, Emotionsregulation und Emotionskommunikation gegeben. Es werden Fragen erörtert wie z.B.: Welche Emotionen werden von Lehrpersonen und Lehramtsstudierenden erlebt? Welche Bedingungen beeinflussen diese Emotionen und welche Effekte entfalten die erlebten Emotionen auf den verschiedensten Ebenen? Wie können Emotionen reguliert und kommuniziert werden und wie stehen spezifische Regulationsmuster mit der Lehrer*innengesundheit (Stichwort „emotionale Arbeit“) und dem Unterrichtshandeln sowie der Beziehungsgestaltung in Verbindung? Abgeschlossen wird der Vortrag mit einer Diskussion der Herausforderungen und Potentiale, die sich für Theorie und Empirie ergeben, sowie mit einer Ableitung von praktischen Implikationen für die Gestaltung von Lehrer*innenbildung und die Förderung von Lehrer*innenprofessionalisierung.
    Hargreaves, A. (1998). The emotional practice of teaching. Teaching and Teacher Education, 14(8), 835-854.

Programm

Programmkomitee

  • Sektion LehrerInnenbildung und –bildungsforschung: Johannes Reitinger, Herbert Altrichter und Gabriele Schauer
  • Sektion Empirische pädagogische Forschung: Christoph Weber und Christoph Helm
  • Sektion Schulforschung und Schulentwicklung: David Kemethofer und Livia Jesacher-Rößler
  • Pädagogische Hochschule Oberösterreich: Katharina Soukup-Altrichter 
  • Emerging Researchers: Ann-Kathrin Dittrich

DATUM/ORT:

Neuer Termin 24.–26. Februar 2021

Pädagogische Hochschule OÖ
Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz

Digitaler Büchertisch

Ein Service des Waxmann Verlages mit ausgewählten Titeln:
 

Folder zur ÖFEB-Reihe "Beiträge zur Bildungsforschung" im Waxmann Verlag: