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Tage der Persönlichkeitsbildung 2020

Tagungsbeschreibung

Wer hat an der Uhr gedreht? Schulalltag und die Sehnsucht nach Muße und Raum
(PH-Online LV-Nummer: 27F0B0B6P5)

„Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden. Man muss sie auch g e h e n lassen.“ (Karlheinz Geißler)

Der Begriff „Schule“ geht zurück auf das altgriechische „scholé“, und das bedeutet – Muße. Die hatte in der ursprünglichen Bedeutung zwar nichts mit dem zu tun, was wir heute unter „Freizeit“ – im Gegensatz zur „Arbeitszeit“ – verstehen. Dennoch müsste nach diesem ursprünglichen Verständnis die durchgetaktete, von Noten- und Leistungsdruck, Ängsten und Zwängen geprägte Schule, wie wir sie heute kennen, eigentlich der „ascholía“ zugerechnet werden, der „Unmuße“.

In Berliner Brennpunktschulen wurde eine ältere Schweizer Studie aus den 90er Jahren neu durchgeführt: Die Zeit für die „Hauptfächer“ wurde um 25 % zugunsten der „Kreativfächer“ gekürzt. Ergebnis: Die Leistung der Schüler/innen verbesserte sich auch in den „Hauptfächern“ signifikant. Und parallel dazu nahmen Aggressivität und Gewaltbereitschaft rasant ab. Das sollte uns zu denken geben, eigentlich.

Die „Tage der Persönlichkeitsbildung“ sind folglich der Frage gewidmet, welche Bedeutung Kategorien wie „Zeit“, „Muße“ und „Raum“ auch heute noch für das Lernen, für das Sich-Bilden, für eine gute Entwicklung der Persönlichkeit, für ein zufriedenes Mensch-Sein haben – und ob sich „Schule“ nicht genau deswegen radikal verändern muss.

Die „Klammer“ der Veranstaltung bilden wie immer zwei keynote-Vorträge, die das breite Spektrum zwischen theoretischen Grundlagen und schulischer Praxis im Zusammenhang mit der Sehnsucht nach Muße und Raum ausleuchten. In den drei Workshopschienen werden praktische Konzepte, Ideen, Möglichkeiten vorgestellt und zur Diskussion gestellt, wie  – und ob – die Sehnsucht nach Muße und Raum auch in unserem Schulsystem möglichst gut gestillt werden kann. Das Abendprogramm am Freitag dient als entspannende inhaltliche Ergänzung des Programms und als weitere Anregung für den persönlichen Austausch in der Bar oder bei einem Abendspaziergang.

Die „Tage“ sollen somit wie immer nicht nur eine informative und lehrreiche Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten sein, sondern zudem eine echte Aus-Zeit, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz im Sinne der ursprünglichen Bedeutung von scholé entsprechend genossen werden kann. 

Programm

Freitag, 17.04.2020
13:00 - 14:00Ankommen | Check-In
14:00 - 14:30

Eröffnung (Rektorat PH OÖ)
Einstieg ins Thema, Themenschwerpunkt
Organisatorisches, Ablauf

14:30 - 15:30Impulsvortrag 1: Raphael Oberhuber
 Pause
16:00 - 17:30

Workshop-Phase 1 - 6 Workshops parallel

mit Raphael Oberhuber, Stephan Stumpner, Daniela Antretter, Elisabeth Menschl, Norbert Trawöber und Alexandra Terzic-Auer

17:30 - 18:00Vorstellung Kuddelmuddel
 Abendessen
19:30 -  21:00Abendprogramm: „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“
(Figurentheater mit Live-Musik (Gerti Tröbinger, Andra Taglinger und Manfredi Siagusa)
Samstag, 18.04.2020 
09:00 - 09:30Beginn / Reflexion / Aktivierung
09:30 - 10:30Impulsvortrag 2: Ulrike Kegler
 Pause
11:00 – 12:30

Workshop-Phase 2 - 7 Workshops parallel
mit Christine Plaimauer, Fritz Schwarz, Kuddelmuddel, Elisabeth Menschl, Norbert Trawöger, Alexandra Terzic-Auer und Peter Hojdar

 Mittagspause
14:00 – 15:30Workshop-Phase 3 - Workshops parallel
mit Christine Plaimauer, Fritz Schwarz, Kuddelmuddel, Elisabeth Menschl, Norbert Trawöger, Alexandra Terzic-Auer und Peter Hojdar

 
15:30 – 16:00Gemeinsame Aktion im Plenum - Abschluss 

Tage der Persönlichkeitsbildung 2020

17.04. - 18.04.2020
Seminarhotel Wesenufer
LV-Nummer: 27F0B0B6P5

Kontakt

Dr. Thomas Mohrs
Mail: thomas.mohrs@ph-ooe.at