Bildungsphilosophie

 "Nichts, was mit Fug Bildung heißen darf,
kann voraussetzungslos ergriffen werden.“
(Theodor W. Adorno)

Bildungsphilosophie lädt ein, sich mit Themen, Fragen, Problemen von Bildung und Erziehung in wissenschaftlich qualifizierter Form mittels philosophischer Methoden zu beschäftigen. Sie speist sich aus der Praxis und bestehenden gesellschaftlichen Fragestellungen – „zeitlosen“ ebenso wie jeweils aktuellen – und ist auf diese wieder zurückgerichtet, ist also „Philosophie in weltbürgerlicher Bedeutung“ (Kant). Dazu stellt sie Perspektiven, Begriffe und Deutungen bereit, die es ermöglichen, sich im pädagogischen Nachdenken zu orientieren und es auf konkrete Fragestellungen anzuwenden.

Team

Hochschulprof. Dr. habil. Thomas Mohrs 

Thomas.mohrs@ph-ooe.at

Philosoph

Arbeitsschwerpunkte: Politische Philosophie, Philosophische Anthropologie, Allgemeine und Angewandte Ethik, Gastrosophie, Globales Lernen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Bildungsphilosophie

Homepage: http://pro.ph-ooe.at/gesamtuebersicht/thomas-mohrs.html

 

Mag.a Dr.in  Christina Spaller

Christina.spaller@ph-ooe.at

Theologin, dipl. Ethiklehrerin, Gruppendynamiktrainerin (ÖAGG)

Arbeitsschwerpunkte: Interkulturelle und religiöse Bildung, Religionsphilosophie, Sozialpsychologie mit Schwerpunkt Gruppe und Gruppendynamik

 

MMag. Helmut Stangl

Helmut.stangl@ph-ooe.at

AHS-Lehrer (Englisch, Philosophie/Pädagogik/Psychologie), dipl. Ethiklehrer, Psychologe

Arbeitsschwerpunkte: Praktische Philosophie, Ethikunterricht, Bildungsphilosophie, Bildungspsychologie

Lehre

Bildungsphilosophie zielt auf eine Erziehung zu Mündigkeit und personaler Autonomie. Diese gewinnt angesichts zunehmender Heterogenität in der Bildungslandschaft an essentieller Bedeutung, denn die gelebten Werte, Normen, Welt- und Menschenbilder sind vielfältiger geworden.

Bildungsphilosophie

  • führt zu kritischem Denken und Bedenken des Eigenen und Fremden, von Bildungsprozessen und Bildungsbegriffen,
  • geht es um die Bewusstwerdung und Klärung demokratischer Grundlagen und Werthaltungen,
  • unterstützt Lehrende in der beständigen Reflexion des eigenen Rollenselbstverständnisses an und
  • ermöglicht die Aneignung persönlichkeitsbildender Kompetenzen.

Forschung und Publikationen

Mohrs, Th. & Lütterfelds, W. (Hrsg.) (1997). Eine Welt - eine Moral? Eine kontroverse Debatte. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft).

Mohrs, Th. (2003). Weltbürgerlicher Kommunitarismus. Zeitgeistkonträre Anregungen zu einer konkreten Utopie. Würzburg (Königshausen & Neumann).

Mohrs, Th. & Lütterfelds, W. (Hrsg.) (2000). Globales Ethos. Wittgensteins Sprachspiele interkultureller Moral und Religion. Würzburg (Königshausen & Neumann).

Mohrs, Th., Lütterfelds, W. &  Salehi, D. (Hrsg.) (2004). „Die Welt ist meine Welt“ – Globalisierung als Bedrohung und Bewahrung kultureller Identität? Frankfurt/Main (Peter Lang).

Mohrs, Th. & Lütterfelds, W. (Hrsg.). (2005). „Wahr oder tolerant?“ – Religiöse Sprachspiele und die Problematik ihrer globalen Koexistenz, Frankfurt/Main (Peter Lang).

Mohrs, Th. & Hallitzky, M. (Hrsg.). (2005). Globales Lernen. Schulpädagogik für Weltbür-gerInnen, Baltmannsweiler (Schneider Verlag).

Mohrs, Th. (2008). „Ungesellige Geselligkeit“ oder Wieso wir für die Korrumpierbarkeit des Menschen dankbar sein sollten, in: Söller, C. & Wünsch, Th. (Hrsg.). Korruption in Ost und West, KRITISCHE POSITIONEN Bd. 1 des ManagementConvent der Universität Passau. Passau (Uni-Selbstverlag), S. 11-31.

Mohrs, Th. (2010). Weltbürgertum – Illusion oder „unvermeidlicher Ausgang der Not“? in: Widmaier, B. & Steffens, G. (Hrsg.). Weltbürgertum – Kosmopolitisierung – Politische Bildung, Schwalbach/Ts (Wochenschau Wissenschaft), S. 91-107.

Mohrs, Th. (2011). Fleischeslast statt Fleischeslust? in: diesseits, 25. Jg., Nr. 97, 4/2011. S. 9-12.

Mohrs, Th. (2014). Über-Blicke – Was Kinderköpfe primär brauchen, in: beziehungsweise, Heft 2, 11/2014. S. 18-23.

Mohrs, Th. (2016). Hedonismus leben heißt – verzichten, in: Kolmer, L. & Brauer, M. (Hrsg.). Hedonismus leben. Der „gelungene Tag“ in Geschichte und Gegenwart, Wien (Mandelbaum). S. 55-72.

 

Spaller, C. (2015). Welt ordnen – Menschen begegnen. Über die Konstruktion und das Tun von Differenzen. Zeitschrift für Inklusion-online.net, 9(1). http://www.inklusiononline.net/index.php/inklusion-online/article/view/266/252.

Spaller, C. (2016). "Weil wir einander fremd sind ..." Gruppendynamische Reflexionen zu Fragen der Zugehörigkeit. GIO, 47(3), 207-213.

Spaller, C., Wirnschimmel, K., Tippe, A.,  Lamatsch, J., Margreiter, U., Krafft-Ebing, I. & Ertl, M. (Hrsg.) (2016). Raoul Schindler. Das lebendige Gefüge der Gruppe. Ausgewählte Schriften. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Tippe, A., Spaller, C. &  Margreiter, U. (2016). Entwicklung der Gruppendynamik in Österreich: Schindler im Feld. In: C. Spaller et al (Hrsg.), Raoul Schindler. Das lebendige Gefüge der Gruppe. Ausgewählte Schriften. Psychosozial-Verlag, Gießen, S. 29-48.

 

Stangl, H. (2016). Konfliktbewältigung & Theory of Mind. - in: Jahn, M., Stangl, H. (Hrsg.). Ethik. Theoretische Grundlagen. Praktische Umsetzung. Brunn am Gebirge: Ikon, S. 167-194.

Stangl, H. (2016). Wie geht es EthiklehrerInnen in Österreich? - in: Jahn, M., Stangl, H. (Hrsg.). Ethik. Theoretische Grundlagen. Praktische Umsetzung. Brunn am Gebirge: Ikon, S. 53-64.

Stangl, H., Jahn, M., Müller, T., Sponer, E., Thoma, C. (2017). Praxisbuch Ethik für Jugendliche 1. Linz: Veritas.

Stangl, H., Müller, T., Sponer, E., Thoma, C. (2017). Praxisbuch Ethik für Jugendliche 2. Linz: Veritas (in Druck).

Aktivitäten

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