Bundesweiter Hochschullehrgang Heilstättenpädagogik - der Beitrag der Schule im Gesundwerdungsprozess

Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten (bundesweit)

Kurzbeschreibung:

Der Hochschullehrgang Heilstättenpädagogik

  • vermittelt fundierte Kenntnisse über die theoretischen und praktischen Bedingungen und die Möglichkeiten des Unterrichts im Krankenhaus und ähnlichen Einrichtungen aus der Perspektive unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen

  • bietet ein Angebot zur Persönlichkeitsentwicklung, Erweiterung der sozialen Kompetenz, Kommunikations-, Konflikt- und Reflexionsfähigkeit sowie der Fähigkeit zur Arbeit in einem multiprofessionellen Team

  • befähigt, in speziell eingerichteten Klassenräumen, in Krankenzimmern und am Krankenbett zu unterrichten und den besonderen Erziehungsbedürfnissen von Kindern, die eine physische und/oder psychische Krankheit durchlaufen, gerecht zu werden sowie einen in methodisch-didaktischer Hinsicht individualisierten und modernen Unterricht für eine heterogene Schülergruppe mit Lehrplänen aus allen Pflichtschulbereichen organisieren zu können.

  • Ein großes Ausmaß an Hospitationen und Praktika in verschiedenen Heilstätten- und anderen Schulen sowie in Institutionen im beruflichen Umfeld des/der Heilstättenlehrers/in verbindet die Theorie mit konkreter Praxis.

  • Das Verstehen der auf verschiedenste Weise erkrankten Kinder und deren Umfeld und situationsgerechtes Handeln in der Arbeit mit ihnen, den betroffenen Eltern, dem Krankenhausteam, der Herkunftsschule und anderen relevanten Institutionen ist ein leitendes Thema.

Voraussetzungen:

Formal:

  • Abgeschlossenes Lehramtsstudium
  • Zustimmung der für den/die Bewerber/in zuständigen Schulbehörde

Inhaltlich:

  • Schriftliche Bewerbung mit Angabe von Beweggründen, diesen Lehrgang zu absolvieren, und Lebenslauf
  • Gültiger Erste-Hilfe-Kurs: bis Ende des ersten Semesters zu erbringen (Anrechnung vor Ausbildungsbeginn absolvierter Kurse möglich)

Reihungskriterien:

Für den Fall, dass die Anzahl der Anmeldungen die der verfügbaren Studienplätze übersteigt, werden Bewerber/innen, die ein Lehramt der allgemeinen (Pflicht-) schule vorweisen können, und solche, die eine mindestens zweijährige Unterrichtspraxis haben, bevorzugt aufgenommen. Weiters ist auf eine möglichst große Ausgewogenheit der Teilnehmerzahl aus den einzelnen Bundesländern und deren jeweiligen Bedarf an Heilstättenlehrer/innen zu achten.

Lehrgangsabschluss: Zeugnis „Akademische Heilstättenpädagogin / akademischer Heilstättenpädagoge“

Der erfolgreiche Abschluss des Hochschullehrgangs berechtigt, physisch und/oder psychisch erkrankten Kindern in stationärer Behandlung und ggf. in anderen Settings im schulischen Kontext Unterricht zu erteilen.

Veranstaltungsorte: Seminarhäuser im Bundesgebiet (vorwiegend OÖ) 

Termine: geblockte Veranstaltungen nach möglichst in der unterrichtsfreien Zeit: Freitagnachmittag, Samstag, Wochenenden mit Zwickeltagen, Beginn und Ende der Ferien (bundeweit -> 1./2. bzw. vorletzte/letzte Woche )

1. Veranstaltung Lehrgang SS2019-WS2021/22: Einstiegsseminar voraussichtlich 3./4.Mai 2019

Dauer: 6 Semester

ECTS: 60 EC

Kosten: ÖH-Gebühren pro Semester (Stand 2018/19: €19,70)
Reise- und Quartierkosten sind vorerst selbst zu finanzieren und werden ggf. gemäß den Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes refundiert.

Der/die Bewerber/in hat für die Genehmigung zur Teilnahme an diesem Hochschullehrgang bei seiner/ihrer örtlichen Schulbehörde selbst zu sorgen. Die endgültige Aufnahme in den Hochschullehrgang wird mit den jeweiligen Landesschulräten bzw. dem Stadtschulrat (künftig Bildungsdirektionen) abgestimmt.

Kontakt:

Andreas Radner, andreas.radner@ph-ooe.at/+43 (0)676 7500779 (Lehrgangsleiter)
Judith Ascher, judith.ascher@ph-ooe.at (Organisation/Institut Inklusive Pädagogik)

Anmeldung: laufend mittels Voranmeldeformular an andreas.radner@ph-ooe.at