Bildung zwischen künstlicher und künstlerischer Intelligenz

Divergentes Denken und Kreativität in der Lehre finden, fördern und leben

 

Neue Technologien, die fortschreitende Globalisierung der Welt sowie die Aktualität der sozialen und kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft stellen nicht nur Ausbildungssysteme vor neue Herausforderungen. Jobprofile und Berufsfelder unterliegen einer ständigen Veränderung. Der überstrapazierte Begriff vom „Lebenslangen Lernen“ leitet dennoch in die Irre: Nicht Speziali-sierungen und abprüfbares Wissen sind in Zukunft gefragt, sondern Flexibili-tät, Kreativität und divergentes Denken, damit wir die neuen Aufgaben, die sich uns stellen, lösen können.

Welche kreativen Wege denken wir für die Lehrer*innenbildung?
Wir wissen, dass die traditionellen Pfade nicht besonders wirksam sind, es braucht Mut für kreative Wege, Irritationen, Unsicherheit und ausreichend Raum und Zeit für divergentes Denken, diese wollen wir uns am Tag der Lehre nehmen. 

Der „Tag der Lehre“ lädt nicht nur zum Hinterfragen traditioneller Denkmus-ter ein, sondern auch zum Diskurs.

Datum/Ort: Mittwoch, 26.02.2020, 09:00 - 17:00 Uhr
Organisation: Christine Plaimauer, Karl Sibelius, Stephan Stumpner, Thomas Mohrs
Kooperationen: Zentrum für innovative Lehr- und Lernkulturen , NCoC Psychosoziale Gesundheit, Zentrum für Persönlichkeitsbildung und Begabungsförderung
Moderation: Karl Sibelius

Programm

Programm

9:00 UhrBegrüßung durch Christine Plaimauer und Karl Sibelius
9:15 UhrKeynote 1: Prof. Dr. Joachim Funke (Forum Stadtpark)
Thema: „Kreatives Denken: Was es ist und warum wir es brauchen“ – psychologische Perspektive der Kreativität
Fragerunde: Moderation Karl Sibelius
10:00 UhrKeynote 2: Gerfried Stocker (Forum Stadtpark)
Thema: „Ein Blick in die Glaskugel“ – Was die Zukunft für die Schule bereithält
Fragerunde: Moderation Karl Sibelius
11:00 UhrPause (Kaffee)
11:30 UhrOffene Denkfabrik zum Thema (Forum Stadtpark)
„Die Zukunft kommt! Wohin geht die Lehrer*innenbildung?“
Im Diskurs: Funke Joachim (Professor für Psychologie, Uni Heidelberg), Gerfried Stocker (Geschäftsführer AEC Linz), Soukup-Altrichter Katharina (Vizerektorin PH-OÖ), Plaimauer Christine (Soziologin, Leiterin des Zentrums für innovative Lehr- und Lernfor-men), offener Sessel für das Kollegium
Moderation: Karl Sibelius
12:45 UhrMittagspause (Catering)
14.00 UhrWorkshops (interne Pausenregelung)
16:00 UhrPause
16:15 UhrImpulsreferat und abschließende Diskussion:
Rektor der JKU, Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas (Forum Stadt-park)
zum Manifest „Innovation durch Universitas“

 

Workshops

WS 1: JA!!! Spielerisch im Leben stolpern - der Clown (SR 4.1)

Der Clown sagt immer JA! - egal was ihm passiert.
Denn Scheitern ist Inbegriff des Lebens und der Clown lebt dies mit Genuss. Mutig nimmt er an was kommt und findet, auf seine ganz spezielle Art und Weise, verspielt und kreativ, Lösungsmöglichkeiten, welche vorher vielleicht undenkbar waren.
Lernen wir das Clown-Sein ein bisschen kennen - praktisch erlebt auch in uns.
Max: 18 Personen
Referent: Andi Geyer

WS 2: „flex-based learning“ – Kreativitätstechniken in der Hochschullehre (SR 5.3)

Mit flex-based learning wurden im Fachbereich Naturwissenschaftliche Bildung Unterrichtstechniken entwickelt, um die kreative Problemlösekompetenz bei Jugendlichen, Studierenden und Lehrenden zu fördern. Im Workshop werden ausgewählte Techniken vorgestellt und ihr individueller Einsatz in den verschiedensten Domänen wie Sprachen, Kunst, Sport, Geschichte, etc. demonstriert.
Max: 60 Personen
Referent: Kurt Haim (Hochschulprofessor an der PH-OÖ)

WS 3: Future space (SR 4.3)

Digitalisierung umfließt unser Leben in immer mehr Bereichen. Die Vernetzung von Technologien schreitet voran und beeinflusst heute nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Der Otelo Futurespace ermöglicht eine völlig neue Herangehensweise in der Vermittlung digitaler Kompetenzen in Verbindung mit Reflexion der aktuellen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung. 
Im Workshop wird der Otelo Futurespace mit seinen 8 thematisch vernetzen Labs und verschiedene Ansätze wie das Futurespace Planspiel sowie verschiedene Einsatzbereich vorgestellt und weitere Einsatzfelder identifiziert.
Max: 60 Personen
Referent: Martin Hollinetz

WS 4: Die Hochschule als querDENKRAUM® (SR 5.4)

Um wirklich Neues und Nachhaltiges zu überlegen, ist immer ein revolutionärer Denkansatz nötig. Das funktioniert nur, wenn mu-tig herkömmliches Routine-Denken, gesellschaftlich auferlegte Mainstream-Pfade verlassen werden und das Wissen jedes Einzelnen radikal neu verknüpft und zusammengesetzt wird. Der „querDENKRAUM®“ ist für uns der Raum zum Denken.
Max: 40 Personen
Referent: Werner Pfeffer (Master of Creativity, Mathematiker, Künstler, Dozent)

WS 5: Flipped Classroom – die Lehre steht Kopf! (SR 4.2)

Unterricht mal anders - sich entspannt zurücklehnen und die Studierenden machen lassen? Nicht ganz! Das Konzept „Flipped Classroom“ versucht vielmehr, individuelles Lernen zu forcieren und die Ressourcen der Studierenden zu nutzen.

Im Workshop werden Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung des Konzepts vorgestellt und eine Diskussion angestoßen, wie die vielfältigen Biografien, Vorerfahrungen und Motivationen der Studierenden die Hochschullehre bereichern können.

Max: 15 Personen
Referentin: Doris Dressnandt (Studentin an der PH OÖ)

WS 6: Planspiel: Gute Schule (SR 5.2)

Schulentwicklung braucht Mut und eine mitreißende Vision. Das Planspiel Gute Schule (Schratz, Ahnfeld, Bär) inspiriert alle, die ihre Vision von einer guten Schule mit anderen „durchspielen“ möchten. Ob Lehrkraft, Schulleitung, Studierende, es wird argumentiert und diskutiert, gelacht und um die beste Lösung gerungen. Kompromisse müssen ausgehandelt, Plädoyers gehalten und Ziele spielerisch gemeinsam erreicht werden. Spielerisch und ganz nah an der Realität entwerfen die Teilnehmenden eine Strategie für eine „Gute Schule“. Basis des Planspiels Gute Schule ist ein umfassendes Bildungsverständnis.

Im Workshop wird in spielerischen Dynamik der Blick auf Schule erweitert und ausprobiert.

Max: 8 Personen
Referentin: Ramona Uhl (Hochschulprofessorin an der PH OÖ

WS 7: abc – Coding von Anfang an (SR 6.2)

Activity based Coding (abc) ist ein didaktisches Konzept zum Erarbeiten von Grundvorstellungen zu scheinbar abstrakten Begriffen wie Programm, Algorithmus, Befehl, Iteration, etc.  Das Konzept wird seit dem Schuljahr 2017/18 im Education Innovation Studio (EIS) der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich entwickelt und evaluiert. Im Vordergrund stehen bei der Erarbeitung der Grundvorstellungen konkrete Handlungserfahrung der Lernenden. Im Workshop wird das Konzept vorgestellt und alle Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen ausgewählte Übungen des Konzepts selbst durchzuführen und dabei zu erfahren, dass Programmieren einen kreativen Prozess des Problemlösens darstellt.

Max: 20 Pers.
Referent: Michael Rieseneder

Anmeldung

Tag der Lehre 2020
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