Die Besonderheiten der Berufspädagogik

Der Schwerpunkt der Berufspädagogik liegt auf der Berufsbildung, der Aus-, Fort- und Weiterbildung der bereits im Berufsleben Stehenden bzw. der Personen, die erstmals eine berufliche Beschäftigung anstreben. Dabei sind für das duale System der beruflichen Bildung der Staat (Berufsschule) und die Wirtschaft (Betrieb), als die zwei wesentlichen Lernorte, prägend. 

Fast alle Studierenden eines Lehramtsstudiums in der Berufspädagogik unterrichten berufsbegleitend an Berufsschulen oder berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Sie weisen in ihren Berufsbiografien langjährige Erfahrungen in der Erwerbstätigkeit auf und sie absolvierten bereits unterschiedliche und vielfältige Ausbildungen und Bildungswege. Aufgrund des Studiums nehmen sie über einen längeren Zeitraum erneut die Rollen der Lernenden ein. Da in verschiedenen Rollen unterschiedliche Verhaltensprinzipien gelten, treten differenzierende Rollenerwartungen auf. Diese Vielzahl an Rollenerwartungen ist von etlichen Faktoren abhängig und individuell unterschiedlich ausgeprägt. 

Der bereits erlernte Beruf ist zentraler Gegenstand der Disziplin im Spannungsfeld zwischen dem Qualifikationsbedarf des Wirtschaftssystems einerseits und den bereits entwickelten Fähigkeiten, die aus dem vorgelagerten allgemeinbildenden Schulwesen resultieren, andererseits. Ziel dieser Ausbildung ist es, den Absolventinnen/Absolventen die Kompetenzen zu vermitteln, um den Jugendlichen die Übergänge von beruflicher Ausbildung in die Wirtschaft qualitativ zu ermöglichen. 

IL Prof. Ing. Klaudia Lettmayr BEd MSc

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