Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Auftrag an unseren Schulen. Schule soll ein sicherer Ort sein, an dem Schülerinnen und Schüler Vertrauen, Unterstützung und Schutz erfahren.
Zunächst wurde der Terminus der Kindeswohlgefährdung definiert. Gemäß dieser Definition liegt eine Kindeswohlgefährdung vor, wenn das körperliche, seelische oder sexuelle Wohl eines Kindes gefährdet ist und die Sorgeberechtigten nicht in der Lage oder nicht willens sind, dieses Wohl ausreichend zu schützen. Die Ausprägungen dieser Problematik können vielgestaltig sein und sich beispielsweise in Form von körperlicher Gewalt, psychischer Gewalt, Vernachlässigung oder sexualisierter Gewalt äußern.
In diesem Kontext wurden potenzielle Warnsignale diskutiert. Auffällige Verhaltensänderungen, die sich in Form von Rückzug, Aggressivität, starken Ängsten, häufiger Müdigkeit, Hunger, Verletzungen, ungepflegtem Erscheinungsbild, Leistungsabfall oder sozialer Isolation äußern, sind als Anzeichen zu werten. Nicht ein einzelnes Zeichen ist dabei von Relevanz, sondern die Häufung, Dauer, Intensität oder plötzliche Veränderung von Auffälligkeiten.
Im Rahmen des Seminars wurde ein Schwerpunkt auf die praktische Anwendung eines professionellen Handlungsrahmens gelegt. Um die dieses Konzepts zu fördern, wurde die Methode in Rollenspielen angewandt.
Abschließend gab die Referentin bekannt, dass Schutzfaktoren wie verlässliche Bezugspersonen, ein unterstützendes Schulumfeld und stabile Beziehungen die Stärkung von Kindern zusätzlich fördern. Ziel von uns Lehrpersonen sollte es daher sein, einen sicheren Lern- und Lebensraum für alle Kinder zu gewährleisten.
Maria Resnitschek




